Découverte Orange

Manus Entdeckungstour in Frankreich

September19
Strand beim Campingplatz in Biarritz

Strand beim Campingplatz in Biarritz

Nach unserer Tagen in Biscarrosse ging es dann weiter an der Atlantikküste entlang bis runter nach Biarritz. Nach einer guten Stunde (kostenloser !!) Autobahnfahrt waren wir auch schon im Ort, wo wir erst einmal unser restliches Baguette und Käse auspackten und uns bei Sonnenschein am Sandstrand schmecken ließen. Die Campingplatzsuche gestaltete sich jedoch etwas komplizierter als vermutet, da es so gut wie unmöglich war, einen Campingplatz in Strandnähe, der noch dazu preiswert, schön und sauber sein sollte, zu finden… etwas außerhalb von der eigentlich Stadt Biarritz in Bidart wurden wir dann auch fündig: Wir haben uns für einen 4*- Campingplatz mit Whirlpool und Dampfbad entschieden, der erstaunlicherweise sogar der billigste Platz weit und breit war..das mit dem Wellness-Center hat sich leider auch nicht allzu sehr gelohnt, denn als wir abends von unseren Unternehmungen heimkamen, hatte das Dampfbad bereits geschlossen und der Jacuzzi hatte “angenehme” gefühlte 10 Grad…da haben wir uns dann doch für die warmen Duschen entschieden (noch dazu weil es an dem Tag doch schon eher kalt war. Vor allem für mich, die die Stunden davor nicht im warmen Neopren eingehüllt war, sondern frierend im kalten Wind am Land saß.)

Abendliche Kitesession (leider etwas kalt für Manu ;)

Abendliche Kitesession (leider etwas kalt für Manu ;)

Am ersten Tag im äußersten Süd-Westen Frankreichs überquerten wir auch gleich mal die Landesgrenze zu Spanien, um das viel gelobte San Sebastian mit den eigenen Augen zu bewundern. Leider verfolgte uns die Oddysee, die bereits bei der Campingplatzsuche begann bei unserer Parkplatzsuche weiter. So waren wir doch tatsächlich drei Stunden lang damit beschäftigt uns durch den Großstadtdschungel (mit schrecklich chaotischem Verkehr, dauerroten Ampeln,Hupen am laufenden Band, viel zu engen Straßen für viel zu viele Autos und das schlimmste an allen : bei weitem nicht genügend Parkhäuser !!!) So besichtigten wir also San Sebastian und deren Innenstadt erst einmal ausgiebig vom Auto aus…bis wir dann doch abends um sieben ein Platz zum stehen gefunden haben (nachdem alle Stadtstrandbesucher wieder gefahren sind). Nun konnte es mit der Erkundung der Großstadt endlich losgehen. (eigentlich habe ich mir unter San Sebastian ein kleines idyllisches Dorf am Meer vorgestellt.. hm…war dann doch geringfügig größer ;). Glücklicherweise für Maxi und dummerweise für mich hatten die Geschäfte bereits alle geschlossen, aber da wir an dem Tag noch so gut wie nichts gegessen hatten, machten wir uns eben auf die Suche nach einer leckeren Tapas-Bar … zu unserer gewohnten Essenszeit (also um 10 Uhr abends ;) wurden wir dann auch in einem schönen Restaurant fündig und ließen uns die Tortillas (auf Baguette … weshalb auch immer..vll. wegen der Nähe zu Frankreich) schmecken, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Wir mit einer verrückten Französin, die zum Rugby-Derby Biarritz-Bayonne in San Sebastian war...

Wir mit einer verrückten Französin, die zum Rugby-Derby Biarritz-Bayonne in San Sebastian war... (die Fahne ziert jetzt unseren Zelteingang ;)

Ach ja, das BMW-Werbe-Magazin hatte übrigens recht: Die Strecke zwischen St.-Jean-de-Luz und Hendaye zwischen Berg auf der einen Seite und Meeresklippen auf der anderen ist echt der Hammer (wenn auch nicht gerade leicht  zu finden, wie sich herausstellte.)

Blick von der tollsten Küstenstraße der Welt :)

Blick von der tollsten Küstenstraße der Welt :)

Auch von Biarritz und dessen Stadtstrand (inklusive heißen Surfern…darunter wir ;) waren wir hin und weg. Eine wunderschöne Stadt, in die wir gerne mal wieder zurück kommen…

Maxi mit Blick auf Biarritz

Maxi mit Blick auf Biarritz

Manu am Leuchtturm von Biarritz

Manu am Leuchtturm von Biarritz

Einer der Stadtstrände von Biarritz...

Einer der Stadtstrände von Biarritz...

Unseren letzten Tag an der Atlantikküste verbrachten wir dann in dem Surfer-Paradies Hossegor. So shoppingbegeistert wie dort habe ich Maxi noch nie erlebt, was wohl vor allem daran liegt, dass dort jede bekannte Surf-Klamotten-Marke vertreten ist (Billabong, Quicksilver, Oxbow, Burton,…). Leider hatte der Fabrikverkauf schon geschlossen (als wir herausgefunden haben, dass es dort einen gibt), weshalb wir es uns stattdessen in einer stylischen Surferbar mit Meerblick bei einer heißen Schoki gemütlich gemacht haben. Danach ging es ins “Bett” , genauer gesagt ins Auto. Sitz zurückgefahren, Lehne runter, Schlafsack und ein kleines Kissen - das musste für die nächste (zugegebenermaßen sehr kurze) Nacht reichen, denn um vier Uhr in der Nacht brachen wir dann auch schon wieder auf Richtung “Heimat”: Unser nächster Stop: das schöne Orange in der Provence, das ihr mittlerweile ja auch schon etwas besser kennen dürftet, oder?

Nachdem der Arbeitsverkehr um Toulouse, die restliche Müdigkeit, die Käse-Stadt Roquefort (und die wunderschöne Natur in der Region) und ein kleiner Tankstop in Montpellier überwunden war, ging es noch für ein paar Stunden nach Nîmes zum Sightseeing. Kurz vor Arbeitsschluss im Office trödelten wir beide dann auch in Orange ein und verursachten verlängerte Öffnungszeiten (ich hatte scheinbar einfach zu viel zu erzählen). Nach einem vorerst letzten mal leckerem Bekocht-werden bei meiner Vermieterin (mit Weintrauben als Nachspeise, die uns - trotz Weinernte - noch erstaunlich gut schmeckten) ging es dann zusammen mit Oli in unser Stammcafé “Du théâtre” auf einem Pastis und einen Sirup.

Am nächsten Morgen ging es dann mit frischen Knofi-Oliven vom Markt und Baguette unterm Arm weiter ans Mittelmeer zu unserer Lieblingsdestination Hyeres. Dort begrüßte uns bereits herrlicher Sonnenschein, sodass wir uns noch einen richtig schönen Strandtag machen konnten (der zugegebenermaßen durch den Wind schon ein bisschen kühl war). Für die Nacht schlugen wir wieder unsere provisorische Schlafstätte im Auto auf, da Gewitter angesagt war und wir für den kommenden Tag auf eine Couchsurfing-Bleibe in Toulon hofften. Die Nacht im mit Bodybord, Handtüchern und T-shirts verhängten Auto gestaltete sich - nach leckerem Salat mit französischem Dressing - bequemer als gedacht, auch wenn das aufs Klo gehen bei Dauerregen doch ein gewisses Problem darstellte (vor allem, weil ich meinen Regenschirm nicht finden kann).

gemütliche Schlafstätte =)

gemütliche Schlafstätte =)

Für die kommenden zwei Nächte haben wir uns dann wieder für unseren beliebten Campeole-Campingplatz (= Camping-Kette, in der wir schon am Genfer See und in Biscarrosse waren) entschieden.Angesichts der Wetterberichtvorhersage mit Gewitter und Dauerregen (das sich glücklicherweise nicht ganz bewahrheitet hat) entschieden wir uns dieses mal für die absolute Luxuscamping-Klasse (zumindest für uns): Statt einem kleinen, nicht ganz so wasserdichtem Drei-Mann-Zelt bezogen wir ein “Bengali”. Das ist ein 16 m2 - Zelt mit festem Boden unter den Füßen, Bett, Licht, Strom, voll eingerichteter Küche (mit Gaskochstelle, an der das Nudelwasser nicht über eine Stunde braucht, bis es kocht, und einer kleinen Holzterrasse). Diesen Luxus konnten wir uns allerdings auch nur dank der vergünstigten Nachsaison-Preise leisten. In den kommenden Tagen wird das Wetter hoffentlich, wie vorher gesagt, wieder sonniger, trockener und wärmer, sodass wir noch einmal unser Zelt und die Badeklamotten zum Einsatz bringen können.

Am Strand von Hyeres...

Am Strand von Hyeres...

Bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg Richtung Heimat machen, stehen noch Zwischenstopps in Antibes und Monaco in Frankreich und Como in Italien (auf eine Pizza ;) an.

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Fotos

September19
Maxi mit seinem Kite

Maxi mit seinem Kite

Am Strand von Biscarrosse

Am Strand von Biscarrosse

Manu in Bordeaux

Manu in Bordeaux

Sonnenuntergang in Biscarrosse

Sonnenuntergang in Biscarrosse

Auf der Dune von Pyla

Auf der Dune von Pyla

Manu in vorderster Front :)

Manu in vorderster Front :)

Maxi in Bordeaux

Maxi in Bordeaux

Atlantik I

September15

Nachdem die 8 Tage mit wenig Schlaf (was teils an dem frühen Arbeitsbeginn lag, teils an unserem Zimmergenossen ;), vieler harter Arbeit mit noch mehr Rücken- und Beinschmerzen und Schnitte in die dreckigen Finger, aber auch leckeren französischen Drei-Gänge-Menüs und Weintrauben frisch vom Strauch geerntet in Villefranche beim Weinernten ging es mit dem verdienten Taschengeld auf zur Westküste nach Biscarrosse. Dort entschieden wir uns für den Campingplatz am See statt am Meer.. was sich als nicht allzu klug herausstellte, wie die folgenden Tage zeigten, da der weite weiße Sandstrand doch seinen Reiz hatte. So mussten wir öfters (um nicht täglich zu sagen ;) mit dem Auto fahren, was aber vor allem Maxi Spaß bereitete (das sollte sich in San Sebastian noch ändern, aber dazu später ;). Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten mit den Supermarkt-Öffnungszeiten (komisch, dass um acht Uhr abends schon alle zu haben ?!?) klappte es dann doch ganz gut mit dem kurz vor Ladenschluss noch schnell einkaufen und picknicken bei Sonnenuntergang am Meer. Aber dort war es natürlich auch tagsüber total toll. Kilometerlanger Strand, türkises Wasser, das ganz flach rein ging und ein Kiteboard, das einem Schatten spendete, wenn es nicht gerade über die Wellen hinwegfegte. Aber natürlich nutzten wir auch die Großstadtnähe und machten einen Tagesausflug in das nicht weit entfernte Bordeaux. Eine echt hübsche Stadt mit noch hübscheren Geschäften..die nicht nur mich, sondern - dank dem Quicksilverladen - auch Maxi glücklich machte :) Das mit dem hübschen typisch französischen oder wahlweise stylischem Café müssen wir noch ein bisschen üben, aber zumindest Wlan gab es bei dem örtlichen MC Donalds..aber dafür wurde ich nach dem Bordeauxbesuch mit einem Highlight in der Gegend um Biscarrosse entlohnt. Die Düne von Pyla, der größte natürliche Sandhaufen (Sandspielplatz) Europas mit herrlichen Blick auf dichten Urwald auf der einen Seite und nach langem beschwerlichen Aufstieg (der Monte Caolino ist da nichts dagegen ;) auf der anderen Seite dann den blauen Ozean… und wenn man (wie wir) ganz besonders Glück hat, muss man nicht nur keine Parkgebühr zahlen (zu spät kommen zahlt sich doch mal aus), sondern kann auch einen einmaligen Sonnenuntergang miterleben und das in erster Reihe (Fotos folgen.. kleiner Hinweis: Wir waren nicht die einzigen Paparazzis am Berg).

Da für Maxi der Wind meist nur zum Drachensteigen an Land ausreichte und ihn nur selten übers Wasser ziehen konnte, entschlossen wir beide uns dazu, uns ein Bodyboard zuzulegen. Jetzt bin auch ich eine cooooole Surferin :)

So gingen die Tage im wunderschönen Biscarrosse-Plage (wir tagsüber), Biscarrosse-Lac (wir nachts) und Biscarrosse-Ville (wir mit Hunger) schneller vorüber als uns lieb war…doch die Fortsetzung unseres Atlantik-Surftrips in Biarritz & Co. ist ja nicht die schlechste Alternative…Fortsetzung folgt :)

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Weinernte in Villefranche-sur-Saône bei Lyon

September15

Puh, irgendwie haben wir uns das etwas idyllischer vorgestellt, als wir uns für die Weinernte entschieden haben. Stattdessen: 6:45 aus den Federn (welch Euphemismus für ein gepolstertes Brett Holz ;-), kurzes Frühstück und ab auf den Traktoranhänger. Dann die ersten 2 von täglich 8 Stunden Bücken, Bücken, Bücken. Und dabei in Akkordarbeit Weintrauben mit einer scharfen (man sieht es unseren Händen deutlich an ;) Schere in einen Eimer befördern. Doch zumindest hatte man stets vor Augen, dass es auch noch schlimmer geht: Für 1 Euro mehr die Stunde gab es da noch die Träger, welche die Eimer in einem “Rucksack” (=großer Trichter mit zwei Seilen dran) zum Traktor transportierten…irgendwie entwickelt man im Lauf der Tage einen ganz anderen Respekt für körperlich arbeitende Leute! Doch das ganze hatte auch seine tollen Seiten: Nach jeder absolvierten Reihe an Weinreben gab es ein paar Minuten Pause für die ganze Truppe (zwischendurch sogar mit Baguette, Käse, Schokolade und Wein)….und geplagt von Rücken-, Bein-, Handgelenks- und auchsonstalles-Schmerzen im Gras liegend mit Blick über die traumhaften Weinbergen inmitten einer Horde Franzosen zu entspannen ist schon ein wahnsinniges Gefühl! Überhaupt lernte v.a. ich (Maxi) in den 9 Tagen sehr viel über die französischen Leute, Kultur, Sprache usw… nicht zuletzt beim sowohl qualitativ als auch quantitativ gigantischen Mittag- und Abendessen!!

Falls ihr mal einen Beaujolais des Weinguts Couquard zu Kaufen bekommt…können wir nur empfehlen. Wir haben uns überzeugt, dass dieser auch qualitativ hochwertig hergestellt wird! (und u.a. beim Testen des “Paradis”, dem 1%igen drei Tage alten Saft unserer selbstgeernteten Trauben, viel über die Weinherstellung gelernt!).

weinernte

Natürlich gab es beim Arbeiten und Essen auch reichlich Gelegenheit für uns drei Deutschen (Matthias und wir beide) die ganzen ca. 35 Franzosen (die alle mindestens genauso nett und gastfreundlich wie die Weinbauern-Familie waren) näher kennenzulernen. Und als sich am letzten Tag zum Abschied alle für uns im Chor aufstellten um uns ein wirklich herzliches “Oh Tannenbaum” (warum bitte kann jeder selbst nicht-deutsch-sprechende Franzose den Text davon, wo selbst wir Probleme bei den Strophen haben?) zu singen, konnten wir uns sicher sein auch in diesem Eck Frankreichs neue Freunde gefunden zu haben!!

(die Fotos vom Treckerfahren und Weinernten haben wir leider nur am alten Bluetoothlosen Handy, dessen Verbindungskabel daheim in Deutschland liegt…sorry ;-)

Couchsurfing am Lac d’Annecy

September9

So, jetzt hab ich (Maxi) die Ehre, Manus Blog zu entern und auch ein bisschen über unsere (mittlerweile) gemeinsame Reise nach Frankreich zu schreiben. :) Da die Weinernte (wegen dem 50%-Sonntagsgehaltszuschlag in Frankreich???) erst zwei Tage später beginnt als eingeplant, haben wir uns entschlossen, nach der tollen Zeit am Genfer See noch einen Stop in Annecy einzulegen. Dort gibt es auch einen (weit kleineren) See, der allerdings noch türkiser und klarer sein soll… Das war dann auch der optimale Zeitpunkt, um mal das Couchsurfen auszuprobieren. Wer es nicht kennt: Auf www.couchsurfing.com sind ca. 13 Millionen verschiedenste Leute registriert, die alle die Lust am Reisen verbindet. Das Besondere dabei ist, dass die meisten Mitglieder ihre Couch (bzw. Gästezimmer usw.) für „Fremde“ (kostenlos) anbieten, und man dadurch die Möglichkeit hat, in fremden Städten und Ländern günstig unterzukommen. Viel mehr geht es dabei allerdings darum, tolle Menschen zu treffen, deren Leben kennenzulernen, verschiedene Kulturen gegenseitig auszutauschen und möglicherweise neue Freunde fürs Leben zu finden. (das ganze ist übrigens durch ein ausgeklügeltes Verifizikations- und Empfehlungssystem sehr gut abgesichert)

Also haben wir spontan (einen Tag vor Ankunft!!) drei Leute mit sympathisch klingenden Profilen angeschrieben und in minutenschnelle eine Antwort und Einladung von Baptiste (ein geborener Annecyianer) erhalten. In Annecy angekommen und erstmal kurz im wirklich wunderschönen und kristallklaren Bergsee abgekühlt haben wir uns also auf die Suche nach Baptistes Wohnung gemacht. Dieser hatte gerade noch Wiebke, eine Hannoveranerin, die er durch ihr Auslandspraktikum bei Bosch (=sein Arbeitgeber) kannte, zu Besuch. So sind wir  also zu viert mit einer Mischung aus Französisch, Deutsch und Englisch losgezogen, haben noch zwei lokale Freunde von Baptiste aufgegabelt und uns dann zu einem Skatecontest begegeben. Glücklicherweise ist Baptiste wie wir auch nicht so der coole Skatertyp und bot uns stattdessen eine Stadtführung an – was soll ich sagen: Es ist einfach ein himmelweiter Unterschied ob man mit Reiseführer durch eine fremde Stadt läuft oder mit einem Local der all die kleinen abseitigen Schönheiten, Besonderheiten und Spezialtipps kennt, und dazu noch zu allem und jedem eine kleine Geschichte parat hat!! In jedem Fall ist aber Annecy eine wunderschöne, malerische, alte Stadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist!

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Da uns Baptiste mit seiner einladenden und gastfreundlichen Art von Anfang an sympathisch war, haben wir uns auf ein kleines Abenteuer eingelassen: In einer Gruppe von ca. 15 Leuten (Freunde und Freundesfreunde von Baptiste) sind wir gegen Abend (vollbepackt mit Baguette, Bratwürstchen, Käse und Bier) einen der zahlreichen Berge um den See hinaufgekurvt (Martin, die Strassen muss ich dir mal zeigen ;-) und schließlich auf einem 500 Meter höher gelegenen traumhaften Platz angekommen. Dort haben wir uns ein ruhiges Eckchen gesucht und hatten einen gigantischen Blick, bei dem es einen als es dunkel war einfach nur den Atem verschlagen hat: Der im Mondlicht leuchtende See und außenrum die Millionen von kleinen Lichtern…einfach nur irrsinnig schön!! Dazu gemütliches Lagerfeuer mit selbstgegrillten Würstchen, Bratkartoffeln am Gaskocher, Baguette et Fromage und lauter wunderbar freundliche und aufgeschlossene Leute, mit denen man sich durch alle Sprachen wechselnd über Gott und die Welt austauschen konnte….ein Erlebnis, das sicher eines der absoluten Highlights unserer Reise sein wird!

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Panorama-Foto vom Lac (leider nur Handyqualität)

Leider haben wir mangels Kamerablitz im Handy kein Foto bei Nacht, aber dieses Foto vom nächsten Morgen lässt zumindest ein bisschen was von dem Blick erahnen! Nach einem gemütlichen „Frühstück“  (das war dann so um 12 :) beim nächsten Bäcker und einem weiteren Bad im türkisen See mussten wir uns dann leider von all den neuen Bekanntschaften verabschieden (mit einem kleinen Gastgeschenk…u.a. ein Glas des typisch bayerischen süßen Senf) um zur Weinernte nach Pommiers bei Villefranche bei Lyon aufzubrechen.

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Unsere erste „Couch“surfingerfahrung war jedenfalls mehr als nur ein voller Erfolg – vielen Dank, Baptiste, für die wunderbare Zeit und den einmaligen Anblick über den See!!

Unsere neu gewonnenen Freunde (Baptiste ist der dritte von links und Wiebke unten rechts)

Unsere neu gewonnenen Freunde (Baptiste ist der dritte von links und Wiebke unten rechts)

Fotos vom Genfer See

September9
Maxi beim Mampfen :)

Maxi beim Mampfen :)

Sandstrand am Genfer See

Sandstrand am Genfer See

Manu mit Geburtstagstörtchen

Manu mit Geburtstagstörtchen

Erasmus-Abschlussbericht

August20

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1. Vorbereitung (Planung, Organisation und Bewerbung beim Unternehmen)

Mit der Planung meines Auslandsaufenthalts habe ich Anfang September 2008 begonnen, um genügend Zeit zu haben einen Praktikumsplatz zu finden und auch die Organisation neben dem Praktikum (Förderungsmöglichkeiten, Wohnung, Versicherung) schon im Voraus abklären zu können. Ich habe mich dazu entschieden ein Auslandspraktikum zu machen, anstatt zu studieren, denn so lerne ich nicht nur mehr über Land und Leute, sondern kann auch in die Arbeitswelt im fremden Land hineinschnuppern. Des weiteren erschien mir das vierte Semester (Sommersemester 2009) als der optimale Zeitpunkt, die Theorie in die Praxis umzusetzen, da die Halbzeit des Bachelor-Studiums schon überschritten und der Studiumsabschluss noch nicht allzu nahe war. Dadurch, dass ich die Frankoromanistik als Schwerpunkt in meinem B.A. Studium European Studies belegte, war natürlich Frankreich mein bevorzugtes „Reiseziel“.

Meine Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz beschränkte sich vorwiegend auf Internetrecherchen. Schon bald stand für mich fest, dass ich für ca. fünf Monate im Bereich der Festivalorganisation oder dem Tourismus arbeiten möchte, da ich mir auch für meine zukünftige Berufstätigkeit beide Branchen gut vorstellen könnte. Bei der Suche nach Förderungsmöglichkeiten (ERASMUS) bin ich zufällig auf der Internetseite des Career Service’s meiner Heimatuniversität Passau auf den Pool mit internationalen Unternehmensannoncen gestoßen. Darunter war auch eine Anzeige meines jetzigen Praktikumsgebers, dem Office de Tourisme d’Orange für eine Praktikantenstelle für die Sommersaison von April bis August 2009. Auf mein Bewerbungsschreiben, das ich etwa Mitte Oktober per E-Mail weggeschickt hatte, bekam ich auch sehr bald eine Zusage.

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2. Unterkunft

Bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft erhielt ich Hilfe durch meinen Arbeitgeber, der die Wohnungssuche für mich weitestgehend übernahm. Meine erste Vermieterin meldete sich daraufhin telefonisch bei mir, um die Einzelheiten (Preis, Leistung,..) zu besprechen. Von April bis Juni wohnte ich in der wunderschönen Villa Aurenjo mit Swimmingpool und großem Garten, einem Bed&Breakfast-Haus in zentraler Lage. Dort hatte ich ein Schlafzimmer mit kleiner eigenen Küche und eigenem Bad. Die Kommunikation mit der Vermieterin gestaltet sich jedoch ziemlich schwierig, da sie, obwohl sie im selben Haus wohnte, nur selten verfügbar war und auch sonst sich eher wenig hilfsbereit zeigte. Nachdem ich mein Zimmer schon während dieser drei Monate mehrmals wechseln musste, weil andere Gäste mein angemietetes Zimmer bewohnten, sollte ich für die Hauptsaison in den Monaten Juli und August nun gänzlich die Villa Aurenjo verlassen und stattdessen in einem ihrer weiteren Appartements am Stadtrand von Orange wohnen. Dadurch, dass ich hier in Orange ohne Auto war, entschied ich mich dazu, mir eine neue Bleibe für die restliche Zeit zu suchen, was während der Hauptsaison natürlich ein schwieriges Unterfangen war.

Dank der Hilfe und der Kontakte meiner Kollegen des Office de Tourisme d’Orange bin ich dennoch fündig geworden. Die verbleibenden zwei Monate verbrachte ich bei einer Frau, die ihr leer stehendes Zimmer an mich privat vermietete. Auch wenn ich nicht länger den Luxus eines Privatpools und eines großen Garten hatte, so fühlte ich mich dort sehr wohl, was vor allem auch an der Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Offenheit meiner Vermieterin lag.

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3. Arbeit

Office de Tourisme d’Orange

Das Office de Tourisme d’Orange ist das Fremdenverkehrsamt der Stadt Orange in dem Departement Vaucluse im Süden Frankreichs. Unter der Direktion von  Sylvie Chapon spaltet sich der Zuständigkeitsbereich des Office de Tourisme d’Orange in folgende vier Hauptbereiche :

- Presse- bzw. Werbearbeit (Evelyne Miller)

- Sekretariat (Marie-Laure Dupre)

- Organisation und Ausführung von Fremdenführungen (Marie-Laure Dupre und 8    staatlich anerkannte Fremdenführer)

- Empfangsservice (Hauptoffice (Januar bis Dezember) & Zweigstelle (Juli und August))

Der Hauptakzent liegt beim letztgenannten Betätigungsfeld. Hierfür sind drei Hostessen ganzjährig angestellt, die durch drei Saisonarbeitskräfte und daneben (ausländische) Praktikanten ergänzt werden. Der Aufgabenbereich entspricht weitestgehend dem eines Praktikanten, weswegen ich deshalb erst im Gliederungspunkt „Hauptaufgaben“ genauer darauf eingehen werde. Des weiteren wurde in diesem Jahr ein neuer Internetauftritt in französischer und englischer Sprache verwirklicht (www.otorange.fr).

Hauptaufgaben

Praktikanten im Office de Tourisme d’Orange arbeiten hauptsächlich am Empfangsschalter. Der Aufgabenbereich ist jedoch sehr vielfältig. Im Vordergrund steht selbstverständlich die Touristenberatung vor Ort. Von Interesse sind hierbei nicht nur die Sehenswürdigkeiten der Stadt, allen voran das antike Theater und der Triumphbogen, sondern auch lohnenswerte Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung, da der Papstpalast in Avignon oder die römische Ausgrabungsstätte in Vaison-la-Romaine nicht weit entfernt sind. In meinen letzten beiden Praktikumsmonaten Juli und August – der Hauptsaison – wurde auch vermehrt von der Last-Minute- Zimmerreservierung Gebrauch gemacht. Das Office de Tourisme bietet diesen Service sowohl für die örtlichen Hotels, als auch für diverse Ferienwohnungen und Bed&Breakfast-Hotels an. Neben dem Verkauf von Büchern, Postkarten und allerlei Souvenirartikeln ist man auch für den Verkauf von Tickets zuständig, die es sowohl für Kulturveranstaltungen wie Konzerte oder Comedy-Aufführungen, sowie für Exkursionen zu erstehen gibt.

Zu den alltäglichen Aufgaben eines Praktikanten gehörte auch die Verwaltung von Informationsmaterial, das heißt die Pflege der Broschüren-Auslage und die damit verbundene Kommunikation mit Geschäftspartnern wie Freizeitparks oder Hotels, ebenso wie der Courrier-Dienst zwischen dem Office und dem Büro. Am Computer wurden sowohl Dokumentenanforderung bearbeitet, sowie die Verfügbarkeit von Hotels für die Reservierungen überprüft.

Daneben konnten ich als Praktikant vor allem von der engen Zusammenarbeit zwischen dem Office de Tourisme und dem Rathaus von Orange profitieren. Diverse Übersetzungsaufgaben, die ich übernehmen durfte, stellten nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Praktikumsalltag dar, sondern forderten und förderten mich gleichermaßen. Die Arbeit bestand sowohl aus Übersetzungen für den Briefverkehr, als auch einer Betreuung deutscher Besucher vor Ort. Dadurch konnte ich in ein anderes Berufsbild hineinschnuppern und gleichzeitig den Luxus diverser Annehmlichkeiten, wie etwa einer Privatführung im bekannten Weinanbaugebiet Chateauneuf-du-Pâpe durch einen Winzer, genießen.

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4. Fazit Praktikum

Als Praktikumsstelle für eine Saison (ein Sommersemester) ist Orange und dessen Tourismusamt der optimale Ort und ich kann es durchaus weiterempfehlen. Ich konnte vor allem von der Zusammenarbeit mit meinen französischen Arbeitskollegen, die sich stets sehr offen, hilfsbereit und geduldig zeigten, sowie der Arbeit am Empfangsschalter profitieren. Dadurch dass man den gesamten Arbeitstag hindurch präsent sein und Auskünfte geben musste, verbesserte sich die mündliche Ausdrucksweise rasch. Besonders interessant fand ich auch die Lage im Herzen der Provence, mit vielen Ausflugszielen, die man sowohl den Touristen empfehlen oder selbst bereisen konnte. Der Kontakt zu vielen Menschen verschiedener Nationen stellte die  Menschen- & Sprachkenntnisse immer wieder erneut auf die Probe und machte die Arbeit besonders reizvoll, indem man sich auf die unterschiedlichsten Charaktere einstellen musste.

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5. Freizeit

Das Office de Tourisme hatte während meines Aufenthaltes täglich von 9 Uhr morgens bis um 19.30 Uhr abends geöffnet. So waren die Arbeitstage, trotz 1,5stündiger Mittagspause relativ lang, wobei man sich daran nach kurzer Zeit gewöhnt hatte. Die Mittagspause verbrachte ich entweder im Park Gasparin, der gleich hinter dem Office zu finden ist oder aber ich aß daheim, da meine beiden Wohnungen sehr zentrumnah lagen.

Die Einkäufe waren auch problemlos ohne Auto zu erledigen, da der Supemarkt Intermarché nur 5 Minuten vom Office und von meiner Wohnung entfernt lag und es dort so gut wie alles zu kaufen gab. Auch Bäckereien gab es in dem Stadtzentrum ausreichend. Besonders zu schätzen wusste ich den Wochenmarkt am Donnerstag Vormittag, bei dem man vor allem Obst und Gemüse zu fairen Preisen erstehen konnte, die zudem meist frischer als im Supermarkt waren - von dem Flair eines provenzalischen Marktes ganz zu schweigen.

Auch wenn Orange eher eine verschlafene Kleinstadt ist und man nicht von einem wilden Nachtleben sprechen kann, musste man die Abende nicht daheim vor dem Fernseher verbringen. Das örtliche Kino oder die (einzige) belebte Kneipe „Du Théâtre“ direkt gegenüber der Mauer des antiken Theaters waren gern besuchte Ort während meiner Zeit in Orange. Auch die Picknicke in dem Park Colline St. Eutrope bei Sonnenuntergang und Blick auf den Mont Ventoux habe ich sehr genossen. Besonders in den Sommermonaten Juli und August waren aber auch diverse Veranstaltungen geboten. Highlight waren natürlich die Chorégies, ein großes Opernfestival, zu dem jährlich mehr als 50. 000 Leute anreisen und auch das Konzert des Buena Vista Social Clubs. Daneben gab es mehrere kleinere Veranstaltungen auf der Esplanade Verdi, die jedoch meistens eher das ältere Publikum ansprachen. Oft habe ich mir gewunschen, ein Auto hier in Orange zu haben, denn nicht alles – und vor allem abends – ist mit Bus und Zug zu erreichen. So blieb mir das Nachleben von dem nahe gelegenen Avignon leider verwehrt.

Wenn ich nicht im Office de Tourisme am Empfangsschalter saß, nutzte ich oft meine Zeit dazu die Gegend zu erkunden. Die bedeutensten bzw. größere Städte waren alle mit dem Zug einfach und problemlos zu erreichen. So bestaunte ich nicht nur die Arenen in Nîmes und Arles, nutzte den Schlussverkauf in Montpellier und Lyon und tanzte auf der Pont d’Avignon, sondern machte auch in einigen anderen Städten Rast. Kleinere Städte im Hinterland, wie zum Beispiel Vaison-la-Romaine, waren mit den Bussen zu erreichen.

Den schönen Luberon mit seinen vielen verträumten, piktoresken Dörfern konnte man allerdings nur mit dem Auto erkunden. Auch das Meer ist in kurzer Zeit mit dem Zug zu erreichen.. da muss man sich nur noch entscheiden, ob man ins moderne Marseille oder ins vielfältige Toulon möchte…

Ab Juli bot es sich auch an, sich im öffentlichen Schwimmbad auf der Colline die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen oder lieber auf dem Weiher im nahe gelegenen Ort Piolenc zu plantschen.

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6. Fazit: beste und schlechteste Erfahrung

Während meiner Zeit hier in Orange habe ich sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht, wobei am Ende doch die Zufriedenheit über das vergangene Semester überwiegt. Die große Gastfreundlichkeit  meiner Kollegen lies mich von Anfang am Arbeitsplatz sehr wohl fühlen und ich wurde auch als Praktikant gut ins Team eingebunden. Neben der Verbesserung der Sprache – sowohl des Verstehens, wie auch des Sprechens – nahm ich auch viel von der französischen Lebensweise mit, sei es nun beim Einkauf am Wochenmarkt oder beim Abendessen unter Freunden. Besonders Spaß hat mir die Dolmetscher-Aufgabe bei dem Besuch eines deutschen Bürgermeisters gefallen, welche Abwechslung in den Arbeitsalltag brachte und mich in mehrfacher Hinsicht forderte und förderte.

Von der bereits beschriebenen Wohnungsproblematik (siehe 2. Unterkunft) und den auf Grund von Touristenmangel meist recht einsamen Sonntagen im Office de Tourisme abgesehen kann ich eine durchaus positive Schlussbilanz ziehen. Das Praktikum im Fremdenverkehrsamt der Stadt Orange bietet perfekte Bedingungen für ausländische Studierende, die in einem tollen, hilfsbereiten Team die Vorzüge der wunderschönen Paca-Region erfahren möchten.

Neuigkeiten aus Frankreich

August7

Nachdem schon einige Beschwerden bezüglich fehlender Blogeinträge in den letzten Tagen (und Wochen) bei mir eingegangen sind, raff ich mich jetzt also mal auf, ein bisschen über die letzte Zeit hier in Frankreich zu berichten.

Leider ist die Internet-Situation immer noch denkbar schlecht, weshalb auch meine Motivation zum Blogschreiben doch eher gering ist.. aber jetzt hab ich 4 Monate lang durchgehalten, wär ja auch schade, wenn ich es 2 Wochen vorm Ende vorzeitig beenden würde.

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also, bei uns ist nun endgültig der Sommer eingekehrt.. Sommer heißt bei uns Sonnenschein und Temperaturen eigentlich immer über 30 Grad (heute waren es sogar 37 Grad.. da war ich schon fast froh, arbeiten zu dürfen, auch wenn die Klimaanlage stark zu kämpfen hatte, die Hitze im Zaun zu halten)… aber zum Baden ist das Wetter einfach super. Das hab ich in meinen vorerst letzten freien Tagen auch ausgiebig ausgenutzt. Einen Tag war ich im Schwimmbad in Laudan. Das besondere daran war, dass mich meine Vermieterin dorthin begleitet hat.. sozusagen ein Frauenausflug.. war eigentlich eine ganz lustige Tour.. auch wenn mir während der Autofahrt nicht so geheuer war. (Nicht nur wegen Frau am Steuer, Ungeheuer, sondern alte Frau am Steuer..aber ich schein es überlebt zu haben… und die „Passauer-Umgebungs-Erkundungstour“ mit M&M war dann doch noch schlimmer ;). Auf der Strecke zum Bad hab ich nicht nur viele Weinfelder gesehen (und inmitten der Weinreben mich mit Rückschmerzen, Sonnenbrand und -Stich beim Ernten in Vorfreude auf September), sondern auch nen echt tollen Weiher.. an nen anderen tollen, sonnig, warmen Tag kam ich dann nämlich auf die (dumme) Idee, wie toll es doch wäre, mit dem Rad zu dem Weiher zu fahren.. die Fahrt hat sich dann leider doch etwas in die Länge gezogen – dummerweise waren die Schattenplätze auf der Strecke dorthin auch recht begrenzt, naja, dafür wehte ein angenehmes Lüftchen namens Mistral…hm..dort angekommen, wurde ich dann erstmal von einem großen Warnschild in roter Schrift darauf hingewiesen, dass das Baden hier verboten sei.. Sonnen war nach der Radltour in der prallen Mittagssonneauch nicht mehr so richtig angesagt..naja, aber chillen im Schatten war dann doch ganz schön.. und zum grönenden Abschluss noch Birnen vom Feld neben dem See geerntet..bevor es dann wieder auf die beschwerliche Heimfahrt ging.

codolet-see

Man sollte meinen, dass ich aus meinen Fehlern lerne und diese Tour nicht noch einmal machen würde, aber genau das Gegenteil war der Fall – das Wetter war einfach zu gut, die Lust auf Erfahrungsbericht schreiben viel zu gering und die damit gewonnene Freizeit zu groß. Aber dass es nicht wieder in Sport (und das bei den Temperaturen) ausartet hab ich mich dazu entschieden, den Weiher in Caderousse anzusteuern. Das ist eigentlich nur 6km von Orange entfernt. Nach Caderousse zu finden war auch noch nicht das Problem – das began erst mit der Suche nach dem Weiher. So bin ich geradelt und geradelt, die beschriebenen 500m kamen mir (wahrscheinlich nicht nur) vor wie ein paar Kilometer ohne ein Ziel in Sicht. Was mach ich also, kehre um, mach die große Tour ums und durchs Dorf, nur um festzustellen, dass ich quasi schon am Weiher war (und nur noch eine Kurve weiterfahren hätte müssen).. fahr also wieder die gleiche Strecke zurück und stell fest, dass der Weiher nicht wirklich schön ist und beschließe daraufhin doch wieder zum anderen Weiher zu fahren. Man sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass an diesem Tag richtig starker Mistral war, der nicht nur dazu führte, dass der Weiher so gut wie ausgestorben war, sondern mir auch die fahrt nicht gerade erleichterte.

(Meine Tour ging dummerweise immer mehr oder weniger an der Rhone entlang). Die letzten Kilometer kämpfte ich dann frontal gegen den Wind an..da hätt ich auch schieben können, langsamer wär ich da auch nicht gewesen…mit den letzten Kräften (und viel fluchen) kam ich aber dann doch noch irgendwann wieder heil in Orange an … eine (nicht mehr ganz so) gesunde Gesichtsfarbe hatte ich nach dem Tag dann auch.. eins ist aber sicher – da werd ich auf jeden Fall nicht mehr mit dem Rad hinfahren – v.a. nicht, wenn Mistral angesagt ist :)

Natürlich habe ich auch noch ein paar kleine Ausflüge gemacht. Die großen Städte hab ich ja alles schon besichtigt, deswegen blieb nur mehr Avignon und Arles übrig. Avignon kenn ich ja mittlerweile schon ganz gut, zumindest die Innenstadt, lieben gelernt hab ich es trotzdem noch nicht..(und werd ich wohl auch nicht so schnell). Da dort aber den ganzen Juli lang ein Festival statt fand, wollte ich es mir natürlich nicht entgehenlassen,wenn schon mal was in der Gegend los ist… und die Fahrt hat sich wirklich gelohnt. Die ganze Stadt war wie verwandelt.. Es gab wohl auch keinen Gartenzaun, der nicht mit geschätzten 100000 Postern zugekleistert war. Gegen Abend hin, präsentierten sich an allen Plätzen und Straßen und einfach überall Künstler, Sänger, Musiker, Zauberer, Comedians, Artisten und was es da sonst noch so alles gibt, um für ihre Abendveranstaltungen zu werben.. das hat eine einzigartige Stimmung gezaubert und die Stadt echt verändert..doch leider ging der letzte Zug zurück nach Orange schon viel zu früh (um halb9) und ich hab nichtwirklich viel vom Festival d’Avignon mitbekommen… aber vielleicht ein Grund nächstes Jahr zurück zu kommen ?!?!

off-plakat

off-cafe

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Gestern war ich dann in Arles. Eine verträumte Kleinstadt – wären da nicht die Massen von Touristen und das, was die dann eben so mit sich bringen: Souvenirstände, Schnellimbiss, Kartenstände,.. davon abgesehen, hat es mir dort aber echt gut gefallen, auch wenn die Arena jetzt nicht so wirklich beeindruckend war.. und wenn man das Theater in Orange kennt, dann versteht man auch nicht, wieso die Leute Eintritt bezahlen, um das antike Theater in Arles zu besichtigen, das man – nebenbei bemerkt – auch schon außerhalb des Zauns sieht. Was allerdings wirklich toll war, waren die vielen, kleinen, stylisch-gemütlichen Cafés..nicht nur das Café la Nuit. Dazu hat mir dann aber doch (mal wieder) der Ratschpartner für einen Kaffeeklatsch gefehlt. (Einen heißen Franzosen aufzureissen hat auch nicht funktioniert, weil wohl mehr Holländer dort waren, wie Arlerianer ?!? Außerdem hätte da wohl jemand was dagegen gehabt ;) Ich hab dann mit der Parkbank und einen guten Buch vorlieb genommen :)

arles-blumen

Mittlerweile sind auch die Chorégies, die Opernfestspiele in Orange, bereits rum und damit auch die größten Touristenströme passé…die habe ich auch so gut es ging mitgenommen…was sie hier alle an den Sänger Roberto Alagna finden, konnte ich allerdings nicht herausfinden.. aber irgendwie scheint man hier auf etwas nennen wir es mal vorsichtig ausgedrückt „schmalzige Typen“ (siehe auch Patrick Fiori) zu stehen..jedem das seine ;) Mein persönliches Highlight des Sommers steht noch bevor: Am Samstag ist es soweit: Der Buena Vista Social Club live im antiken Theater und ich dabei … wobei ich da auch sehr gern im Einöderschen Garten beim Grillen wäre… aber man kann wohl nicht alles haben (das mit dem Stück Torte wird wohl auch eher nichts werden :(

die nächsten 7 Tage ist erstmal arbeiten, arbeiten, arbeiten angesagt, da wird es dann also vermutlich von

meiner Seite wieder ein bisschen ruhiger werden (über die Arbeit gibt es nicht allzu viel interessantes zu erzählen, außer vielleicht, dass es unerträglich ist, wenn den Leuten die Hitze auf die Laune schlägt…). Am übernächsten Wochenende geht es dann nochmal für einen Tag an den Strand, dass ich dann auch eine sommerliche Bräune habe, wenn ich mit Maxi ab Ende August Var und die Côte d’Azur unsicher mache…oder anders ausgedrückt: Wenn wir uns beide, vor der Weinernte Anfang September, nochmal erholen ;) (ja, das kann man auch schon im Voraus machen .. aber keine Angst, danach geht’s natürlich auch nochmal in den Urlaub – irgendwie muss man das verdiente Geld ja wieder los werden ;)

La Traviata - ich war dabei ;)

Juli10

choregies

Gestern war nun der (erste) große Tag, auf den alle “orangeois” seit Wochen hinfieberten - der Beginn der Choregies. Gestern hatten wir Praktikanten die Chance und das Glück, dass wir auf die Generalprobe der Oper “La Traviata” gehen durften. Bei beinahe “ausverkauftem” (die Karten waren nicht zu kaufen ;) Theater kam schon richtig Atmosphäre auf - verstärkt wurde das Gefühl dann auch noch durch die Knie des Hintermanns in seinem Rücken ;) 

Mein erstes Mal bei einer Oper hat mir echt super gefallen.. war schon etwas besonderes, auf jeden Fall ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird. Wäre der kalte Mistral in Kombination mit leichter Sommerkleidung (und kurz-ärmeligen Hemd, gell Oli ;) nicht gewesen, hätte man den 3ten Akt vll. noch ein klein wenig mehr genießen können… aber für was hat man den die lieben Kollegen, die einem ne Decke leihen … danke, Jessica :)

Die eigentlichen Choregies beginnen dann morgen.. bin ja schon mal gespannt auf die Tourianstürme.. v.a. am Sonntag nach den Choregies, wenn alle Geschäfte in Orange geschlossen sind und die Leute nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen… aber man wird sehen. Fürs erste freu ich mich erst einmal, dass jetzt allmählich, aber sicher in Orange mehr los ist… zusammen mit mittlerweile doch größtenteils ausreichenden Französischkenntnissen macht das dann doch ziemlich Spaß.

Wohin wird es gehen?!?

Juni25

Am Samstagabend ist es nun soweit.. ich werde (mal wieder) mein Zimmer wechseln.. diesmal jedoch nicht hausintern (kurzer Überblick zum Nachvollziehen: Rotes Gästezimmer -> mein jetziges Zimmer -> Wohnzimmer meiner Vermieterin -> anderes, ungeputztes Gästezimmer -> mein jetziges Zimmer … und das in gerade mal 3 Monaten)

Diesmal wird es jedoch ein Umzug in ein anderes Haus, von dem ich nicht weiß

1. Wo es ist.

2. Wie ich dort hinkomme (v.a. mit meinem ganzen Gepäck)

3. Wie es ausschaut. (Schloss oder Bunker ?!? ;)

4. Ob ich dort eine Küche habe. (oder ob ich verhungern muss ;)

5. Ob ich dort einen Kühlschrank habe. (oder ob es nur mehr verschimmelten Joghurt und braunen Salat gibt ;)

6. Ob ich dort Internet habe (vll. ist das also der letzte Blogeintrag in Frankreich ;)

7. Ob ich dort eine Waschmaschine habe (oder ob ich zukünftig mehr Körperduft ausstrahlen werde ;)

8. Ob ich dort auch einen Garten habe…

kurz gesagt: ich hab absolut keine Ahnung, was mich dort erwartet…dummerweise ist meine “Ansprechpartnerin” leider nie ansprechbar (sehr sehr beschäftigt immer)….ich rechne mal mit dem schlimmsten..

mehr am samstag, oder auch nicht (der vorhandene Internetanschluss wird das entscheiden ;)

was bleibt ist ein großes, fettes …

fragezeichen

jetzt aber erstmal entspannen beim jazz…

bis dann, man schreibt sich :)

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