Découverte Orange

Manus Entdeckungstour in Frankreich

Erasmus-Abschlussbericht

August20

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1. Vorbereitung (Planung, Organisation und Bewerbung beim Unternehmen)

Mit der Planung meines Auslandsaufenthalts habe ich Anfang September 2008 begonnen, um genügend Zeit zu haben einen Praktikumsplatz zu finden und auch die Organisation neben dem Praktikum (Förderungsmöglichkeiten, Wohnung, Versicherung) schon im Voraus abklären zu können. Ich habe mich dazu entschieden ein Auslandspraktikum zu machen, anstatt zu studieren, denn so lerne ich nicht nur mehr über Land und Leute, sondern kann auch in die Arbeitswelt im fremden Land hineinschnuppern. Des weiteren erschien mir das vierte Semester (Sommersemester 2009) als der optimale Zeitpunkt, die Theorie in die Praxis umzusetzen, da die Halbzeit des Bachelor-Studiums schon überschritten und der Studiumsabschluss noch nicht allzu nahe war. Dadurch, dass ich die Frankoromanistik als Schwerpunkt in meinem B.A. Studium European Studies belegte, war natürlich Frankreich mein bevorzugtes „Reiseziel“.

Meine Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz beschränkte sich vorwiegend auf Internetrecherchen. Schon bald stand für mich fest, dass ich für ca. fünf Monate im Bereich der Festivalorganisation oder dem Tourismus arbeiten möchte, da ich mir auch für meine zukünftige Berufstätigkeit beide Branchen gut vorstellen könnte. Bei der Suche nach Förderungsmöglichkeiten (ERASMUS) bin ich zufällig auf der Internetseite des Career Service’s meiner Heimatuniversität Passau auf den Pool mit internationalen Unternehmensannoncen gestoßen. Darunter war auch eine Anzeige meines jetzigen Praktikumsgebers, dem Office de Tourisme d’Orange für eine Praktikantenstelle für die Sommersaison von April bis August 2009. Auf mein Bewerbungsschreiben, das ich etwa Mitte Oktober per E-Mail weggeschickt hatte, bekam ich auch sehr bald eine Zusage.

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2. Unterkunft

Bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft erhielt ich Hilfe durch meinen Arbeitgeber, der die Wohnungssuche für mich weitestgehend übernahm. Meine erste Vermieterin meldete sich daraufhin telefonisch bei mir, um die Einzelheiten (Preis, Leistung,..) zu besprechen. Von April bis Juni wohnte ich in der wunderschönen Villa Aurenjo mit Swimmingpool und großem Garten, einem Bed&Breakfast-Haus in zentraler Lage. Dort hatte ich ein Schlafzimmer mit kleiner eigenen Küche und eigenem Bad. Die Kommunikation mit der Vermieterin gestaltet sich jedoch ziemlich schwierig, da sie, obwohl sie im selben Haus wohnte, nur selten verfügbar war und auch sonst sich eher wenig hilfsbereit zeigte. Nachdem ich mein Zimmer schon während dieser drei Monate mehrmals wechseln musste, weil andere Gäste mein angemietetes Zimmer bewohnten, sollte ich für die Hauptsaison in den Monaten Juli und August nun gänzlich die Villa Aurenjo verlassen und stattdessen in einem ihrer weiteren Appartements am Stadtrand von Orange wohnen. Dadurch, dass ich hier in Orange ohne Auto war, entschied ich mich dazu, mir eine neue Bleibe für die restliche Zeit zu suchen, was während der Hauptsaison natürlich ein schwieriges Unterfangen war.

Dank der Hilfe und der Kontakte meiner Kollegen des Office de Tourisme d’Orange bin ich dennoch fündig geworden. Die verbleibenden zwei Monate verbrachte ich bei einer Frau, die ihr leer stehendes Zimmer an mich privat vermietete. Auch wenn ich nicht länger den Luxus eines Privatpools und eines großen Garten hatte, so fühlte ich mich dort sehr wohl, was vor allem auch an der Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Offenheit meiner Vermieterin lag.

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3. Arbeit

Office de Tourisme d’Orange

Das Office de Tourisme d’Orange ist das Fremdenverkehrsamt der Stadt Orange in dem Departement Vaucluse im Süden Frankreichs. Unter der Direktion von  Sylvie Chapon spaltet sich der Zuständigkeitsbereich des Office de Tourisme d’Orange in folgende vier Hauptbereiche :

- Presse- bzw. Werbearbeit (Evelyne Miller)

- Sekretariat (Marie-Laure Dupre)

- Organisation und Ausführung von Fremdenführungen (Marie-Laure Dupre und 8    staatlich anerkannte Fremdenführer)

- Empfangsservice (Hauptoffice (Januar bis Dezember) & Zweigstelle (Juli und August))

Der Hauptakzent liegt beim letztgenannten Betätigungsfeld. Hierfür sind drei Hostessen ganzjährig angestellt, die durch drei Saisonarbeitskräfte und daneben (ausländische) Praktikanten ergänzt werden. Der Aufgabenbereich entspricht weitestgehend dem eines Praktikanten, weswegen ich deshalb erst im Gliederungspunkt „Hauptaufgaben“ genauer darauf eingehen werde. Des weiteren wurde in diesem Jahr ein neuer Internetauftritt in französischer und englischer Sprache verwirklicht (www.otorange.fr).

Hauptaufgaben

Praktikanten im Office de Tourisme d’Orange arbeiten hauptsächlich am Empfangsschalter. Der Aufgabenbereich ist jedoch sehr vielfältig. Im Vordergrund steht selbstverständlich die Touristenberatung vor Ort. Von Interesse sind hierbei nicht nur die Sehenswürdigkeiten der Stadt, allen voran das antike Theater und der Triumphbogen, sondern auch lohnenswerte Ausflugsmöglichkeiten in der näheren Umgebung, da der Papstpalast in Avignon oder die römische Ausgrabungsstätte in Vaison-la-Romaine nicht weit entfernt sind. In meinen letzten beiden Praktikumsmonaten Juli und August – der Hauptsaison – wurde auch vermehrt von der Last-Minute- Zimmerreservierung Gebrauch gemacht. Das Office de Tourisme bietet diesen Service sowohl für die örtlichen Hotels, als auch für diverse Ferienwohnungen und Bed&Breakfast-Hotels an. Neben dem Verkauf von Büchern, Postkarten und allerlei Souvenirartikeln ist man auch für den Verkauf von Tickets zuständig, die es sowohl für Kulturveranstaltungen wie Konzerte oder Comedy-Aufführungen, sowie für Exkursionen zu erstehen gibt.

Zu den alltäglichen Aufgaben eines Praktikanten gehörte auch die Verwaltung von Informationsmaterial, das heißt die Pflege der Broschüren-Auslage und die damit verbundene Kommunikation mit Geschäftspartnern wie Freizeitparks oder Hotels, ebenso wie der Courrier-Dienst zwischen dem Office und dem Büro. Am Computer wurden sowohl Dokumentenanforderung bearbeitet, sowie die Verfügbarkeit von Hotels für die Reservierungen überprüft.

Daneben konnten ich als Praktikant vor allem von der engen Zusammenarbeit zwischen dem Office de Tourisme und dem Rathaus von Orange profitieren. Diverse Übersetzungsaufgaben, die ich übernehmen durfte, stellten nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Praktikumsalltag dar, sondern forderten und förderten mich gleichermaßen. Die Arbeit bestand sowohl aus Übersetzungen für den Briefverkehr, als auch einer Betreuung deutscher Besucher vor Ort. Dadurch konnte ich in ein anderes Berufsbild hineinschnuppern und gleichzeitig den Luxus diverser Annehmlichkeiten, wie etwa einer Privatführung im bekannten Weinanbaugebiet Chateauneuf-du-Pâpe durch einen Winzer, genießen.

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4. Fazit Praktikum

Als Praktikumsstelle für eine Saison (ein Sommersemester) ist Orange und dessen Tourismusamt der optimale Ort und ich kann es durchaus weiterempfehlen. Ich konnte vor allem von der Zusammenarbeit mit meinen französischen Arbeitskollegen, die sich stets sehr offen, hilfsbereit und geduldig zeigten, sowie der Arbeit am Empfangsschalter profitieren. Dadurch dass man den gesamten Arbeitstag hindurch präsent sein und Auskünfte geben musste, verbesserte sich die mündliche Ausdrucksweise rasch. Besonders interessant fand ich auch die Lage im Herzen der Provence, mit vielen Ausflugszielen, die man sowohl den Touristen empfehlen oder selbst bereisen konnte. Der Kontakt zu vielen Menschen verschiedener Nationen stellte die  Menschen- & Sprachkenntnisse immer wieder erneut auf die Probe und machte die Arbeit besonders reizvoll, indem man sich auf die unterschiedlichsten Charaktere einstellen musste.

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5. Freizeit

Das Office de Tourisme hatte während meines Aufenthaltes täglich von 9 Uhr morgens bis um 19.30 Uhr abends geöffnet. So waren die Arbeitstage, trotz 1,5stündiger Mittagspause relativ lang, wobei man sich daran nach kurzer Zeit gewöhnt hatte. Die Mittagspause verbrachte ich entweder im Park Gasparin, der gleich hinter dem Office zu finden ist oder aber ich aß daheim, da meine beiden Wohnungen sehr zentrumnah lagen.

Die Einkäufe waren auch problemlos ohne Auto zu erledigen, da der Supemarkt Intermarché nur 5 Minuten vom Office und von meiner Wohnung entfernt lag und es dort so gut wie alles zu kaufen gab. Auch Bäckereien gab es in dem Stadtzentrum ausreichend. Besonders zu schätzen wusste ich den Wochenmarkt am Donnerstag Vormittag, bei dem man vor allem Obst und Gemüse zu fairen Preisen erstehen konnte, die zudem meist frischer als im Supermarkt waren - von dem Flair eines provenzalischen Marktes ganz zu schweigen.

Auch wenn Orange eher eine verschlafene Kleinstadt ist und man nicht von einem wilden Nachtleben sprechen kann, musste man die Abende nicht daheim vor dem Fernseher verbringen. Das örtliche Kino oder die (einzige) belebte Kneipe „Du Théâtre“ direkt gegenüber der Mauer des antiken Theaters waren gern besuchte Ort während meiner Zeit in Orange. Auch die Picknicke in dem Park Colline St. Eutrope bei Sonnenuntergang und Blick auf den Mont Ventoux habe ich sehr genossen. Besonders in den Sommermonaten Juli und August waren aber auch diverse Veranstaltungen geboten. Highlight waren natürlich die Chorégies, ein großes Opernfestival, zu dem jährlich mehr als 50. 000 Leute anreisen und auch das Konzert des Buena Vista Social Clubs. Daneben gab es mehrere kleinere Veranstaltungen auf der Esplanade Verdi, die jedoch meistens eher das ältere Publikum ansprachen. Oft habe ich mir gewunschen, ein Auto hier in Orange zu haben, denn nicht alles – und vor allem abends – ist mit Bus und Zug zu erreichen. So blieb mir das Nachleben von dem nahe gelegenen Avignon leider verwehrt.

Wenn ich nicht im Office de Tourisme am Empfangsschalter saß, nutzte ich oft meine Zeit dazu die Gegend zu erkunden. Die bedeutensten bzw. größere Städte waren alle mit dem Zug einfach und problemlos zu erreichen. So bestaunte ich nicht nur die Arenen in Nîmes und Arles, nutzte den Schlussverkauf in Montpellier und Lyon und tanzte auf der Pont d’Avignon, sondern machte auch in einigen anderen Städten Rast. Kleinere Städte im Hinterland, wie zum Beispiel Vaison-la-Romaine, waren mit den Bussen zu erreichen.

Den schönen Luberon mit seinen vielen verträumten, piktoresken Dörfern konnte man allerdings nur mit dem Auto erkunden. Auch das Meer ist in kurzer Zeit mit dem Zug zu erreichen.. da muss man sich nur noch entscheiden, ob man ins moderne Marseille oder ins vielfältige Toulon möchte…

Ab Juli bot es sich auch an, sich im öffentlichen Schwimmbad auf der Colline die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen oder lieber auf dem Weiher im nahe gelegenen Ort Piolenc zu plantschen.

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6. Fazit: beste und schlechteste Erfahrung

Während meiner Zeit hier in Orange habe ich sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht, wobei am Ende doch die Zufriedenheit über das vergangene Semester überwiegt. Die große Gastfreundlichkeit  meiner Kollegen lies mich von Anfang am Arbeitsplatz sehr wohl fühlen und ich wurde auch als Praktikant gut ins Team eingebunden. Neben der Verbesserung der Sprache – sowohl des Verstehens, wie auch des Sprechens – nahm ich auch viel von der französischen Lebensweise mit, sei es nun beim Einkauf am Wochenmarkt oder beim Abendessen unter Freunden. Besonders Spaß hat mir die Dolmetscher-Aufgabe bei dem Besuch eines deutschen Bürgermeisters gefallen, welche Abwechslung in den Arbeitsalltag brachte und mich in mehrfacher Hinsicht forderte und förderte.

Von der bereits beschriebenen Wohnungsproblematik (siehe 2. Unterkunft) und den auf Grund von Touristenmangel meist recht einsamen Sonntagen im Office de Tourisme abgesehen kann ich eine durchaus positive Schlussbilanz ziehen. Das Praktikum im Fremdenverkehrsamt der Stadt Orange bietet perfekte Bedingungen für ausländische Studierende, die in einem tollen, hilfsbereiten Team die Vorzüge der wunderschönen Paca-Region erfahren möchten.

Morgens, halb 10 in Orange

August13

Thunfisch und Co..

Thunfisch und Co..

 

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… für die Touris… Lavande et Tournesol

 

Meine "Lieblinge": Knoblauch und Würstl ...

Meine "Lieblinge": Knoblauch und Würstl ...

 

Spanisches Frankreich

Spanisches Frankreich

Meine neuen Mitbewohner

August13

Diese Woche habe ich sechs neue Mitbewohner bekommen … sie wohnen im Garten, hinter Gitter, müssen sich das “Zimmer” und das Essen teilen, werden nicht so lecker bekocht wie ich … und das, obwohl sie sooo putzig sind :)

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Fête de la Véraison

August11

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Gestern Abend ging es dann für die (junge) Office-Crew in das bekannte Weinanbaugebiet Chateauneuf-du-Pâpe, das nur etwa 10 km von Orange entfernt liegt.. diesmal hatte ich auch das Glück, dass ich die doch recht bergige Strecke nicht bei der größten Mittagshitze und nicht mit dem Rad (ohne Luft und dem Sattel auf halber Höhe) bewältigen musste.

Nachdem wir - zumindest manche unter uns - ja tagsüber noch fleißig am arbeiten waren, ging es dann auch erst relativ spät zur “Fête de la Véraison” - einem mittelalterlichen Weinfest…oder wie Maxi es so schön ausgedrückt hat : die französische Variante des Flatrate-Saufens…denn neben wunderschönen Prinzessinen und Ritterkostümen (ich erinnere mich mit Schrecken an das Mittelalterfest in Orange vor ein paar Wochen;), nicht ganz so lecker ausschauenden mittelalterlichen Speisen, lecker ausschauenden Crèpes, liegt der Hauptsinn des Festes wohl eindeutig in der Wein-Verköstigung. So kauft man sich normalerweise am Anfang ein leeren Glas und kann dann sich dann von Winzer zu Winzer kosten..bei uns war das natürlich alles etwas anders.. Wir kommen an: Die Stände sind schon teilweise am abbauen, die, die noch offen haben, haben keine Gläser mehr.. dann finden wir ein leeres Glas und nehmen es für alle Fälle mal mit und auf gehts..wir haben dann auch auf Anhieb einen der wohl exklusiveren Winzer gefunden und seinen Weinkeller gestürmt.. statt der Kostprobe bekamen wir (5 Studenten on tour) erst einmal die Preisliste zu sehen, die uns dann auch sehr schnell zu verstehen gab, dass es wohl eher nicht unsere Preislage war (die Flaschen fingen so um die 80 Euro an) - der Winzer sah uns wohl auch nicht unbedingt als potenzielle Kundschaft.. so ging es dann auch wieder ohne einen Tropfen auf der Zunge raus…ein bisschen weintesten konnten wir dann aber schließlich doch noch, bevor es dann zum “großen Finale” ins Stadium ging.. ein schöner deutsch(Oli, Sinan, ich)- französisch(Jessica, Cecile, Freunde von Cecile)-englischer(alle;) ) Abend :)

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Frankreich oder doch Kuba ?!?

August9

Gestern war es endlich soweit.. während im fernen Weiden bei allerlei Grill (- und Alkolhol)Spezialitäten Maxis Geburtstag gefeiert wurde, wurde es hier in Orange auch noch abends richtig heiss.

08.08.09 - Der Buena Vista Social Club live im antiken Theater in Orange - und ich, neben den knapp 7000 anderen Zuschauern, mitten drin.

Nach der Akrobatik-Rock n’ Roll - Salsa - Tanzeinlage der Tanzschule aus Orange und der Latin-Rock-Band Lokito aus Avignon, ging es nach etwa 45minütiger Aufbauphase endlich los…aber sollte ja alles perfekt sein - und das war es dann auch.

Bei angenehmen Temperaturen (ohne Mistral ;) fühlte man sich schon fast wie auf Kuba selbst…Der Buena Vista Social Club hatte einfach den Rhythmus im Blut. Grosses Plus war auch die Tänzerin auf der Bühne, die tatsächlich super singen konnte.  Die heissen Latino-Rhytmen, die Aura des antiken Theaters, das perfekte Wetter (nachdem die Woche zuvor schon ein Gewitter für diesen Samstag angesagt war) und die nette Begleitung von gleich zwei Männern (Oli und seinem Besucher Simon) liessen es zu einem unvergesslichen Erlebnis werden….

Nur dass ich den Salsatänzern vor der Bühne nur von der Sitztribüne aus zuschauen konnte, war etwas schade… Maxi und ich hab doch extra über Jahre hinweg Tanzstunden bei El-Que genommen ;) Aber es wird sich hoffentlich mal wieder eine Gelegenheit für ein Tänzchen zu Buschtrommeln; Trompete, komischer kleiner Gitarre, von der ich den Namen nicht weiss, zwei aussergewöhnlich tollen Stimmen, … spätenstens beim nächsten Buena Vista Social Club- Konzert (dann mit Maxi und mit Tanz ;)

Mein neues Zimmer

Juli19

Auch wenn der Umzug mittlerweile schon eine Zeit lang her ist.. jetzt folgen (endlich) die Fotos dazu…in meinem neuen Zuhause für die verbleibenden 6 Wochen fühle ich mich sehr wohl, denn ich habe nicht nur ein schönes, großes und v.a. sauberes Zimmer, sondern werde auch bestens umsorgt und abends mit typisch provenzalischer Küche verwöhnt… so kann man es aushalten :)

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La Traviata - on air ;)

Juli19

Nachdem ich auf der Generalprobe der Traviata – trotz eigentlich gutem Sitzplatz – leider gar nicht die Gesichter der Operndarsteller sehen konnte und der Klang auch eher nur schwach zu uns in den oberen Sitzreihen fand, wollte ich das ganze Spektakel noch einmal vor dem heimischen Fernseher betrachten. Auch wenn natürlich die Atmosphäre des Theaters bzw. des Live-Erlebnisses fehlte, konnte es mich so fesseln, dass ich die Ausstrahlung bis zum Schluss (so um halb 1) anschaute..jetzt bin ich schon fast zu einem kleinen Opernfan geworden – da muss ich mir wohl fast noch einmal überlegen, ob ich nächstes Jahr nicht wieder hierher komme – dann aber zur Premiere :)

Wohnungswechsel

Juli10

Als erstes möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet hab „bei euch“… ich hab allerdings auch eine gute Ausrede dafür.. es ist die letzten Tage und Wochen einfach zu viel los gewesen, dass ich weder die Zeit noch die Nerven dazu hatte, über alles zu berichten … ach ja, .. Internet hatte/ habe ich auch nicht (mehr)…aber fangen wir mal von vorne an.

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Nachdem ich die letzten drei Monate doch im großen und ganzen sehr glücklich in der Villa Aurenjo verbracht habe, musste ich dann Ende Juni mein Zimmer dort (und den Pool) verlassen und den (besser zahlenden) Touristen das Zimmer überlassen. Ich wurde dann – nachdem ich 3 Stunden auf gepackten Koffern in meinem  „noch-Zimmer“ gesessen bin, dann doch irgendwann noch abgeholt und in ein anderes Appartement am Ende der Stadt – um nicht mitten in die Pampa zu sagen – verfrachtet. Das „neue Appartement“ war erstaunlicherweise wirklich so groß wie ein Palast, wie es mir im Vorfeld versprochen wurde – zumindest wenn man seine kleine Studentenwohnung gewohnt ist, doch das mit dem 1km ins Zentrum war dann doch etwas zu „positiv“ gesprochen… und nachdem ich dort 2 Nächte in der Einsamkeit (ohne Fernseher, Inet oder anderen Leuten) umgeben von nichts als Getreide- und Weinfeldern überstanden hatte, stand für mich schon sehr schnell fest, dass ich dort nicht bleiben möchte und kann…

Dummerweise hat jedoch gerade die Hochsaison angefangen, was die Wohnungssuche natürlich nicht gerade erleichterte. Dank der Hilfe meiner Arbeitskollegen, vielen Telefonaten und einem (v.a. für mich aufregenden) Sonntagnachmittag im Zeichen der Wohnungssuche bin ich dann doch am Montag noch fündig geworden. Statt zu arbeiten hab ich den Montag also damit verbracht, meine Sachen wieder zusammen zu packen, das alte Appartement zu verlassen, das neue zu besichtigen (meine Entscheidung stand aber schon sehr schnell fest – hauptsache weg von dem Appartement und meiner alten Vermieterin…) und schließlich noch am selben Tag einzuziehen. Ich wohne jetzt bei einer älteren Frau, die mich sehr herzlich empfangen hat und ein sehr angenehmer Zeitgenosse ist. Zum Glück verstehe ich mittlerweile auch den provenzalischen Dialekt besser – das macht die Unterhaltungen schon einfacher ;) Hier habe ich ein schönes, großes Zimmer, sogar mit Balkon und einem echt großen Garten, auf den ich schon morgens nach dem Aufwachen runterschauen kann. Leider hatte ich allerdings noch keine Zeit ihn auch mal genauer zu begutachten und auf seine Chill-und-Lese-Tauglichkeit zu testen – kommt aber sicher noch ;) Vor allem dann, wenn man es im Zimmer eh nicht mehr aushalten kann, weil es dort schon mal bis zu 28 Grad haben kann (trotz Klimaanlage !!!). Wenn ich Heimweh bekomme, dann kann ich zwar leider nicht chatten oder im Inet surfen (das fehlt mir jetzt schon :(  , aber immerhin kann ich so gut wie jeden deutschen Fernsehsender guggen.. das ist ja auch schon mal nicht schlecht, wenn man vom französisch genug hat (was nach einem 9-Stunden-Arbeitstag bis 18.30 Uhr ja schon durchaus mal vorkommen kann ;)

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Wohin wird es gehen?!?

Juni25

Am Samstagabend ist es nun soweit.. ich werde (mal wieder) mein Zimmer wechseln.. diesmal jedoch nicht hausintern (kurzer Überblick zum Nachvollziehen: Rotes Gästezimmer -> mein jetziges Zimmer -> Wohnzimmer meiner Vermieterin -> anderes, ungeputztes Gästezimmer -> mein jetziges Zimmer … und das in gerade mal 3 Monaten)

Diesmal wird es jedoch ein Umzug in ein anderes Haus, von dem ich nicht weiß

1. Wo es ist.

2. Wie ich dort hinkomme (v.a. mit meinem ganzen Gepäck)

3. Wie es ausschaut. (Schloss oder Bunker ?!? ;)

4. Ob ich dort eine Küche habe. (oder ob ich verhungern muss ;)

5. Ob ich dort einen Kühlschrank habe. (oder ob es nur mehr verschimmelten Joghurt und braunen Salat gibt ;)

6. Ob ich dort Internet habe (vll. ist das also der letzte Blogeintrag in Frankreich ;)

7. Ob ich dort eine Waschmaschine habe (oder ob ich zukünftig mehr Körperduft ausstrahlen werde ;)

8. Ob ich dort auch einen Garten habe…

kurz gesagt: ich hab absolut keine Ahnung, was mich dort erwartet…dummerweise ist meine “Ansprechpartnerin” leider nie ansprechbar (sehr sehr beschäftigt immer)….ich rechne mal mit dem schlimmsten..

mehr am samstag, oder auch nicht (der vorhandene Internetanschluss wird das entscheiden ;)

was bleibt ist ein großes, fettes …

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jetzt aber erstmal entspannen beim jazz…

bis dann, man schreibt sich :)

Jazz-Festival-Zwischenbilanz ;)

Juni25

Da die Hälfte des Jazz-Festivals in Orange schon wieder rum ist, wird es Zeit, mal ein bisschen was darüber auch hier zu schreiben.

Gestartet hat es bei sehr viel stürmischen, kalten Wind und dementsprechend wenig Zuschauern am Montag mit der Musikschule von Orange. Erstaunlicherweise (weil nur Dorf-Musikschule) waren die richtig gut und wäre es nicht so kalt gewesen, dass einem die Zehen weggefroren sind, wäre es angesichts der Latino-Rhythmen ein heißer Sommerabend geworden.. so war es eher die Welttour des Buena Vista Social Clubs auf Besuch in Sibirien (ok, so schlimm nun auch wieder nicht) - alles in allem mein Favorit bisher.

Am nächsten Tag ging es dann alleine los, da Oli schon in die Heimat aufgebrochen war. Diesmal war BigBand angesagt… die Erwartungen waren groß (wer schon mal die Unibigband Passau gehört hat, weiß wovon ich spreche ;) … und wurden leider enttäuscht… die beiden sänger konnten, trotz LasVegas-Glitzer-Outfit (und Ausschnitt bis zum Bauchnabel ;) leider nicht mit der guten Leistung der Band mithalten und vermiesten den Auftritt irgendwie (v.a. ein englisches “th” habe ich vergeblich versucht zu hören ;)

Gestern zog ich dann mit Rose zusammen los. Der Abend war der jazzigste bisher… v.a. der Pianist nahm das Festival-Motto sehr ernst, was beim Publikum jedoch nicht so auf Begeisterung stieß - schade eigentlich. die Sängerinnen gaben richtig Gas und zusammen mit dem Trompeter (der gemeinerweise für jedes Solo einen Applaus bekam - als einziger !!) konnten sie den bis auf den letzten Stuhl gefüllten Rathausplatz mitreissen.

Heute geht es dann weiter mit französischem Jazz… was man darunter versteht?!? ich werde es herausfinden :)

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