Morgens, halb 10 in Orange

Thunfisch und Co..



… für die Touris… Lavande et Tournesol

Meine "Lieblinge": Knoblauch und Würstl ...

Spanisches Frankreich

Thunfisch und Co..



… für die Touris… Lavande et Tournesol

Meine "Lieblinge": Knoblauch und Würstl ...

Spanisches Frankreich

Gestern Abend ging es dann für die (junge) Office-Crew in das bekannte Weinanbaugebiet Chateauneuf-du-Pâpe, das nur etwa 10 km von Orange entfernt liegt.. diesmal hatte ich auch das Glück, dass ich die doch recht bergige Strecke nicht bei der größten Mittagshitze und nicht mit dem Rad (ohne Luft und dem Sattel auf halber Höhe) bewältigen musste.
Nachdem wir - zumindest manche unter uns - ja tagsüber noch fleißig am arbeiten waren, ging es dann auch erst relativ spät zur “Fête de la Véraison” - einem mittelalterlichen Weinfest…oder wie Maxi es so schön ausgedrückt hat : die französische Variante des Flatrate-Saufens…denn neben wunderschönen Prinzessinen und Ritterkostümen (ich erinnere mich mit Schrecken an das Mittelalterfest in Orange vor ein paar Wochen;), nicht ganz so lecker ausschauenden mittelalterlichen Speisen, lecker ausschauenden Crèpes, liegt der Hauptsinn des Festes wohl eindeutig in der Wein-Verköstigung. So kauft man sich normalerweise am Anfang ein leeren Glas und kann dann sich dann von Winzer zu Winzer kosten..bei uns war das natürlich alles etwas anders.. Wir kommen an: Die Stände sind schon teilweise am abbauen, die, die noch offen haben, haben keine Gläser mehr.. dann finden wir ein leeres Glas und nehmen es für alle Fälle mal mit und auf gehts..wir haben dann auch auf Anhieb einen der wohl exklusiveren Winzer gefunden und seinen Weinkeller gestürmt.. statt der Kostprobe bekamen wir (5 Studenten on tour) erst einmal die Preisliste zu sehen, die uns dann auch sehr schnell zu verstehen gab, dass es wohl eher nicht unsere Preislage war (die Flaschen fingen so um die 80 Euro an) - der Winzer sah uns wohl auch nicht unbedingt als potenzielle Kundschaft.. so ging es dann auch wieder ohne einen Tropfen auf der Zunge raus…ein bisschen weintesten konnten wir dann aber schließlich doch noch, bevor es dann zum “großen Finale” ins Stadium ging.. ein schöner deutsch(Oli, Sinan, ich)- französisch(Jessica, Cecile, Freunde von Cecile)-englischer(alle;) ) Abend


Ich hab doch tatsächlich etwas mit Knoblauch gefunden, das ich richtig lecker finde…
Garnelen mit Rouille und Baguette… einfach der Hammer

Abends waren wir – also Oli und ich – bei Cécile, unserer Arbeitskollegin, eingeladen. Das war echt total nett, weil es in Frankreich eigentlich nicht üblich ist, dass man Arbeitskollegen zum Essen zu sich einlädt…wir waren auch die ersten aus dem Office (und Guillaume war schon etwas neidisch ;). Der Abend war auch total schön. Erst hat sie uns ihren riesigen Garten gezeigt (sie baut so ziemlich alles an, was man sich vorstellen kann…. und selbst für die Schnecken, die die Pflanzen zerfressen, hat sie eine Verwendung: Die landen nämlich im Kochtopf – brauch ich ja jetzt ned so unbedingt
Außerdem hat sie sich auch zwei Hennen zugelegt, aber die haben seit 2 Wochen kein einziges Ei gelegt … wird also auch nicht mehr lange dauern bis die den Schnecken im Kochtopf Gesellschaft leisten
Bei Weihnachtsbeleuchtung und abseits von jeglicher Zivilisation (sie wohnt echt sowas von in der Pampa – aber total schön
ließ es sich richtig gut aushalten … mit dem leckeren Essen und den lustigen Unterhaltungen dazu natürlich noch viel mehr. Zum guten Abschluss gab es dann sogar noch für uns beide jeweils einen riesen Korb voll mit Kirschen aus ihrem (anderen) Garten…das ist lediglich der Rest davon und ich hab echt schon verdammt viele Kirschen gegessen…(und leider hab ich zu spät festgestellt, dass in einigen davon noch Würmer waren…bäähhh)

Am Dienstag war dann die lang geplante Generalversammlung des Office. Dazu wurden so ziemlich alle Geschäftsleute der Gegend eingeladen.. und das waren verdammt viele (Ratet mal, wer die alle anrufen durfte um zu fragen, ob sie kommen). Natürlich kamen dann von den 200 eingeladenen Gästen nicht ganz so viele – genau gesagt um die 30..das gute daran, es bliebt massig Pizza und sauleckere Apfeltarte übrig … war natürlich total doof, dass wir die dann alle selber essen mussten
Hier ein Bildchen zum Neidisch machen

An dem Wochenende gab es nämlich auch sehr viele schöne Ereignisse. Oli hatte an diesen Tagen seine beiden besten Freunde aus Regensburg (Eva und Johannes) eingeladen…

und statt abends daheim rumzusitzen und nicht zu wissen, was man mit seiner Zeit anfangen soll, haben wir fast jeden Abend was zusammen gemacht..ok ok, ich gebs ja zu, wir haben die einheimische Gastronomie getestet und wie sich das gehört, haben wir natürlich nicht nur zu Baguette mit Wurst und Käse gegriffen, sondern konnten auch nicht dem Menü widerstehen.

Oli im Bec Fin

Mit den beiden hab ich mich auch auf Anhieb richtig gut verstanden und es war echt eine total schöne Abwechslung (bei den Ausführungen über den blutigen Stierkampf bin ich mir noch nicht so sicher…
Aber wär auf jeden Fall super, wenn wir so einen Abend (muss ja dann kein Menü sein
in Regensburg im Winter(semester) mal wiederholen könnten
Samstag ging es dann – in Begleitung eines Audio-Guides – zur Besichtigung des Palais-des-Papes, den ich bisher zum Glück nur von außen begutachtet habe. Und der ist von innen echt nochmal doppelt so groß, wie wenn man ihn nur von außen sieht und sich vorstellt, was sich wohl hinter den hohen Mauern alles verbirgt… und dank der spanischen Touristengruppe mit eigener Führerin konnte ich nebenbei gleich noch meine Spanisch(versteh)kenntnisse aufbessern.

Nach diesem angenehmen Teil (ohne Übersetzertätigkeit) ging es dann zum Mittagessen – eigentlich ja auch angenehm, aber nicht, wenn immer über Politik gesprochen wird und ich das übersetzen muss…aber nicht nur an der Sprache konnte man die Deutschen von den Franzosen unterscheiden, sondern auch bei der Essenswahl. Unsere „Nachbarn“ wählten selbstverständlich das Menü, wohingegen wir zum großen Hauptgericht griffen. Nur bei der Getränkewahl waren wir uns einig: Es musste Wein sein…besonders dem Bürgermeister scheint dieser außerordentlich geschmeckt zu haben

Vielleicht wollte er sich aber auch nur schon mal auf unseren Besuch in Chateauneuf-du-pape einstimmen. Nach einer heißen Erklärung in den Weinbergen – es hatte durch die aufgeheizten Steine ganze 38 Grad im Schatten – ging es mit dem Winzer dann zur Abkühlung in ein Café und dort gab es natürlich … WEIN. Abschließend ging es noch in seinen Weinkeller (mit Riesenfässern) und zur Degustation. Heiße Temperaturen und Wein - eindeutig keine gute Kombination ;9

Abends wartete dann noch mein persönliches Highlight: Diner bei Sonnenuntergang im antiken Theater – etwas, was ich mir selber wohl nicht so einfach leisten würde / könnte.
Auf dem Speiseplan stand:
Champagner (an den ich mich echt gewöhnen könnte, auch wenn mich Maxi jetzt als Bonze bezeichnet ;), danach Scampispieß mit Lauchgemüse als Vorspeise, zum Hauptgang dann super zartes Lamm (besser als bei Muttern
mit Senf-Zuchini-Gemüse und Kartoffelpüree und als Nachtisch einen Erdbeer-Pistazien-Shake. Als Extra gab es dann noch Unterhaltung vom feinsten seitens des Restaurantbesitzers (der wohl selber schon etwas zu viel Champagner erwischt hatte – oder ist der etwa immer so ?!?)
Zum Tagesabschluss ging es dann noch in die Kirche – natürlich nur, um dort ein Konzert anzuhören. Gesungen hat der Chor von Orange und der von Rastatt – beides kein großes Kino, aber ein schöner Tagesabschluss allemal.
Heute war es soweit: Maxi hat nach einer wunderschönen, aber natürlich viel zu kurzen gemeinsamen Woche, die Heimreise nach Passau angetreten. Jetzt hab ich auch (leider) wieder viel mehr Zeit, um Blog zu schreiben…was mich natürlich nicht daran hindert,nochmal ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen…die letzte Woche war wirklich ein „Leben wie Gott in Frankreich“. 24 Stunden am Tag zusammen mit „mon tresor“, tolle Ausflüge ans Meer und als besonderes Schmankerl eine „Tour de la cuisine francaise“. Das wir beide richtige Schlemmer sind, zeigte sich dann auch besonders während unserer Zeit in Orange (die Fotos bestehen quasi zu 100% aus Essensfotos
… jeden Tag eine andere Leckerei
An unserem ersten Tag in Orange liesen wir es gleich mal so richtig krachen und malten uns beim fein Essen gehen „Chez Daniel“ schon mal aus, wie toll das ist, wenn man sich sowas öfters leisten kann ( vielleicht schmeckt uns bis dahin auch Wein besser – das Wassertrinken kam nicht ganz so stilecht rüber

Unser Menü bestand aus
Gratinierte Muscheln mit Blattsalat

Gegrillter Tintenfisch mit Grillgemüse und Reis

Crème brûlée

(Nach-Nachtisch: für mich ein Espresso (wenigstens das war stilecht ;) und für Maxi ein Eis)
Echt schwer zu sagen, was da am besten geschmeckt hat… müsste man fast noch einmal probieren (wie praktisch, dass mich meine Mama bald besuchen kommt
Am nächsten Tag ging es schon wirklich wirklich sehr früh los nach Avignon – das lag vor allem an dem Jahrhundertereignis, dass Maxi es tatsächlich geschafft hat, bereits beim ersten Weckerläuten aufzuwachen und noch dazu aufzustehen… er scheint wohl schon die leckere Tapenade vorm Auge gehabt zu haben… in Avignon wurden wir dann erstmal vom Regen begrüßt. Ungeplant, wie wir sind, hatten wir natürlich keinen Regenschirm dabei, nutzen die Gelegenheit aber gleich für ein Crèpe-Frühstück. Gestärkt ging es dann erst mal ins Office de Tourisme (schaun, was die Konkurrenz so macht
und dann zum Markt, der glücklicherweise in einer Halle statt fand. Dort gab es dann superleckere Spinat-Lachs-Tarte für mich und für Maxi seine heiß und innig geliebten (ekelig knoffeligen) Oliven und grüne Tapenade (Oliven-Paste) mit Baguette. Unsere provenzalischen Spezialitäten genossen wir dann mit Blick auf die Pont St. Bénézet (inklusive Touri-Foto davor).


Abends – wieder in Orange – ging unsere Kulinarische Rundreise durch die französische Küche weiter mit „Moules frites“


Wie man sieht, hat es uns beiden sehr gut geschmeckt, die „île flattante“ - eine Eischneeflocke in Vanillesoße – hat alles noch bestens abgerundet.
Und nicht zu vergessen der gestrige Tag. Auf der Einkaufsliste standen frische Produkte, Obst, Gemüse, Tapenade (Vorrat für Passau) und allen voran Tintenfisch bzw. Calamari. Abends beim Kochen kam dann folgendes raus…

für eine Tintenfisch-Premiere schaut das doch schon mal nicht schlecht aus, oder?!? Und dazu die Garnelen, die wie frisch aus dem Meer gefischt schmeckten. (Sorry, an all die jenigen, die auf TK-Ware zurückgreifen müssen
und als Nachtisch leckerschmecker Törtchen und (Maxis geheimer Frankreich-Süßspeisen-Favorit) Croissant mit Mandel-Marzipan-Füllung … Ein Traum

So, dass war es jetzt erstmal (wahrscheinlich) für eine längere Zeit mit den kulinarischen Genüssen, denn so viel und gehaltvoll wie in der letzten Woche hab ich wohl während meines gesamten Aufenthalts noch nicht gegessen… aber war halt wirklich „une semaine extraordinaire“ - und Schlemmen macht zu zweit einfach viiiel mehr Spaß (und wenn der Esspartner genauso viel „Appetit hat“, wie man selbst, umso besser :)
Dafür war der Abschied von Maxi für mindestens 2 Monate heute früh am Bahnhof umso schwerer und trauriger – kaum war er in Marseille gelandet, musste er schon wieder in sein Flugzeug zurück nach Deutschland steigen. Was mir von der Woche bleibt, sind viele lustige (und leckere) Fotos, die Tapenade in meinem Kühlschrank ( und der Geruch davon in der gesamten Küche !!!) und das wichtigste - viele tolle Erinnerungen an unsere doch zahlreichen Erlebnisse während der kurzen Zeit.
Die nächsten Wochen werden (dank immer dicker werdenden Bauch und immer leerer werdenden Geldbeutel) eher etwas „zurückhaltender“ ausfallen…Schluss mit Schlemmen, stattdessen Sport. Heute hab ich auch schon hochmotiviert an einem Muskeltraining (Bauch, Beine, Po) im Fitnessstudio ums Eck teilgenommen. Leider sank die Motivation von Übung zu Übung (die immer anstrengender zu werden schienen) – jetzt sitz ich mit einen fetten Muskelkater (wie wird das erst morgen werden ?!?) im Bett und entspanne erst einmal, bevor ich wieder meine Sportschuhe zum Joggen auspacke (das ist für den Anfang die weniger schmerzhafte Alternative
- aber wer sich am Strand sonnen möchte, muss leiden (oder so ähnlich
An unserem letzten Tag an der Mittelmeerküste verschlug es uns in die Marine-Hafen-Stadt Toulon…in den meisten Reiseführern nicht gerade als Prachtstück herausgehoben, haben wir uns dort doch sehr wohl gefühlt (trotz der schweren Rucksäcke am Rücken). Die vielen kleinen, gemütlichen Cafés auf den Plätzen und auch die meisten Geschäfte (die erstaunlicherweise sogar montags geöffnet hatten) ließen wir links liegen und machten uns erstmal auf, um im Tourismusamt einen Stadtplan und Informationen einzuholen. So verbrachten wir den Nachmittag auch nicht, wie geplant beim Shoppen in Toulon, sondern nahmen das Wassertaxi für 2 Euro (die erste Sache in Frankreich, die mir richtig billig vorkam
auf die vorgelagerte Halbinsel Sablettes. Zum Glück spielte dann auch das Wetter mit, so dass Maxi mutig in die Fluten springen und ich mich am Strand sonnen konnte.
War aber auch echt schön dort - leider ging das Boot viel zu früh zurück an den Hafen von Toulon.. für ein M&M-Foto war aber natürlich trotzdem noch Zeit:

Nach langer, vergeblicher Suche nach dem “Petit Prince” - einem kulinarischen Geheimtipp vom Toulon-Kenner Martin (leider scheinbar schon etwas veralterte Kenntnisse) und leeren Bauch, überfielen wir heißhungrig eine Boulangerie…hmm…. lecker

Da kommt Freude auf…

Dies ist ein (ernst zu nehmender) Aufruf an alle Blogleser… ja-ha, genau, BloqLESER… Kommentare zu hinterlassen ist gar nicht so schwer (einfach auf den “Comment”-Button drücken und Nachricht schreiben
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eure Blogschreiberin Manu