Découverte Orange

Manus Entdeckungstour in Frankreich

Weinernte in Villefranche-sur-Saône bei Lyon

September15

Puh, irgendwie haben wir uns das etwas idyllischer vorgestellt, als wir uns für die Weinernte entschieden haben. Stattdessen: 6:45 aus den Federn (welch Euphemismus für ein gepolstertes Brett Holz ;-), kurzes Frühstück und ab auf den Traktoranhänger. Dann die ersten 2 von täglich 8 Stunden Bücken, Bücken, Bücken. Und dabei in Akkordarbeit Weintrauben mit einer scharfen (man sieht es unseren Händen deutlich an ;) Schere in einen Eimer befördern. Doch zumindest hatte man stets vor Augen, dass es auch noch schlimmer geht: Für 1 Euro mehr die Stunde gab es da noch die Träger, welche die Eimer in einem “Rucksack” (=großer Trichter mit zwei Seilen dran) zum Traktor transportierten…irgendwie entwickelt man im Lauf der Tage einen ganz anderen Respekt für körperlich arbeitende Leute! Doch das ganze hatte auch seine tollen Seiten: Nach jeder absolvierten Reihe an Weinreben gab es ein paar Minuten Pause für die ganze Truppe (zwischendurch sogar mit Baguette, Käse, Schokolade und Wein)….und geplagt von Rücken-, Bein-, Handgelenks- und auchsonstalles-Schmerzen im Gras liegend mit Blick über die traumhaften Weinbergen inmitten einer Horde Franzosen zu entspannen ist schon ein wahnsinniges Gefühl! Überhaupt lernte v.a. ich (Maxi) in den 9 Tagen sehr viel über die französischen Leute, Kultur, Sprache usw… nicht zuletzt beim sowohl qualitativ als auch quantitativ gigantischen Mittag- und Abendessen!!

Falls ihr mal einen Beaujolais des Weinguts Couquard zu Kaufen bekommt…können wir nur empfehlen. Wir haben uns überzeugt, dass dieser auch qualitativ hochwertig hergestellt wird! (und u.a. beim Testen des “Paradis”, dem 1%igen drei Tage alten Saft unserer selbstgeernteten Trauben, viel über die Weinherstellung gelernt!).

weinernte

Natürlich gab es beim Arbeiten und Essen auch reichlich Gelegenheit für uns drei Deutschen (Matthias und wir beide) die ganzen ca. 35 Franzosen (die alle mindestens genauso nett und gastfreundlich wie die Weinbauern-Familie waren) näher kennenzulernen. Und als sich am letzten Tag zum Abschied alle für uns im Chor aufstellten um uns ein wirklich herzliches “Oh Tannenbaum” (warum bitte kann jeder selbst nicht-deutsch-sprechende Franzose den Text davon, wo selbst wir Probleme bei den Strophen haben?) zu singen, konnten wir uns sicher sein auch in diesem Eck Frankreichs neue Freunde gefunden zu haben!!

(die Fotos vom Treckerfahren und Weinernten haben wir leider nur am alten Bluetoothlosen Handy, dessen Verbindungskabel daheim in Deutschland liegt…sorry ;-)

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