
Strand beim Campingplatz in Biarritz
Nach unserer Tagen in Biscarrosse ging es dann weiter an der Atlantikküste entlang bis runter nach Biarritz. Nach einer guten Stunde (kostenloser !!) Autobahnfahrt waren wir auch schon im Ort, wo wir erst einmal unser restliches Baguette und Käse auspackten und uns bei Sonnenschein am Sandstrand schmecken ließen. Die Campingplatzsuche gestaltete sich jedoch etwas komplizierter als vermutet, da es so gut wie unmöglich war, einen Campingplatz in Strandnähe, der noch dazu preiswert, schön und sauber sein sollte, zu finden… etwas außerhalb von der eigentlich Stadt Biarritz in Bidart wurden wir dann auch fündig: Wir haben uns für einen 4*- Campingplatz mit Whirlpool und Dampfbad entschieden, der erstaunlicherweise sogar der billigste Platz weit und breit war..das mit dem Wellness-Center hat sich leider auch nicht allzu sehr gelohnt, denn als wir abends von unseren Unternehmungen heimkamen, hatte das Dampfbad bereits geschlossen und der Jacuzzi hatte “angenehme” gefühlte 10 Grad…da haben wir uns dann doch für die warmen Duschen entschieden (noch dazu weil es an dem Tag doch schon eher kalt war. Vor allem für mich, die die Stunden davor nicht im warmen Neopren eingehüllt war, sondern frierend im kalten Wind am Land saß.)

Abendliche Kitesession (leider etwas kalt für Manu ;)
Am ersten Tag im äußersten Süd-Westen Frankreichs überquerten wir auch gleich mal die Landesgrenze zu Spanien, um das viel gelobte San Sebastian mit den eigenen Augen zu bewundern. Leider verfolgte uns die Oddysee, die bereits bei der Campingplatzsuche begann bei unserer Parkplatzsuche weiter. So waren wir doch tatsächlich drei Stunden lang damit beschäftigt uns durch den Großstadtdschungel (mit schrecklich chaotischem Verkehr, dauerroten Ampeln,Hupen am laufenden Band, viel zu engen Straßen für viel zu viele Autos und das schlimmste an allen : bei weitem nicht genügend Parkhäuser !!!) So besichtigten wir also San Sebastian und deren Innenstadt erst einmal ausgiebig vom Auto aus…bis wir dann doch abends um sieben ein Platz zum stehen gefunden haben (nachdem alle Stadtstrandbesucher wieder gefahren sind). Nun konnte es mit der Erkundung der Großstadt endlich losgehen. (eigentlich habe ich mir unter San Sebastian ein kleines idyllisches Dorf am Meer vorgestellt.. hm…war dann doch geringfügig größer ;). Glücklicherweise für Maxi und dummerweise für mich hatten die Geschäfte bereits alle geschlossen, aber da wir an dem Tag noch so gut wie nichts gegessen hatten, machten wir uns eben auf die Suche nach einer leckeren Tapas-Bar … zu unserer gewohnten Essenszeit (also um 10 Uhr abends
wurden wir dann auch in einem schönen Restaurant fündig und ließen uns die Tortillas (auf Baguette … weshalb auch immer..vll. wegen der Nähe zu Frankreich) schmecken, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Wir mit einer verrückten Französin, die zum Rugby-Derby Biarritz-Bayonne in San Sebastian war... (die Fahne ziert jetzt unseren Zelteingang ;)
Ach ja, das BMW-Werbe-Magazin hatte übrigens recht: Die Strecke zwischen St.-Jean-de-Luz und Hendaye zwischen Berg auf der einen Seite und Meeresklippen auf der anderen ist echt der Hammer (wenn auch nicht gerade leicht zu finden, wie sich herausstellte.)

Blick von der tollsten Küstenstraße der Welt :)
Auch von Biarritz und dessen Stadtstrand (inklusive heißen Surfern…darunter wir
waren wir hin und weg. Eine wunderschöne Stadt, in die wir gerne mal wieder zurück kommen…

Maxi mit Blick auf Biarritz

Manu am Leuchtturm von Biarritz

Einer der Stadtstrände von Biarritz...
Unseren letzten Tag an der Atlantikküste verbrachten wir dann in dem Surfer-Paradies Hossegor. So shoppingbegeistert wie dort habe ich Maxi noch nie erlebt, was wohl vor allem daran liegt, dass dort jede bekannte Surf-Klamotten-Marke vertreten ist (Billabong, Quicksilver, Oxbow, Burton,…). Leider hatte der Fabrikverkauf schon geschlossen (als wir herausgefunden haben, dass es dort einen gibt), weshalb wir es uns stattdessen in einer stylischen Surferbar mit Meerblick bei einer heißen Schoki gemütlich gemacht haben. Danach ging es ins “Bett” , genauer gesagt ins Auto. Sitz zurückgefahren, Lehne runter, Schlafsack und ein kleines Kissen - das musste für die nächste (zugegebenermaßen sehr kurze) Nacht reichen, denn um vier Uhr in der Nacht brachen wir dann auch schon wieder auf Richtung “Heimat”: Unser nächster Stop: das schöne Orange in der Provence, das ihr mittlerweile ja auch schon etwas besser kennen dürftet, oder?
Nachdem der Arbeitsverkehr um Toulouse, die restliche Müdigkeit, die Käse-Stadt Roquefort (und die wunderschöne Natur in der Region) und ein kleiner Tankstop in Montpellier überwunden war, ging es noch für ein paar Stunden nach Nîmes zum Sightseeing. Kurz vor Arbeitsschluss im Office trödelten wir beide dann auch in Orange ein und verursachten verlängerte Öffnungszeiten (ich hatte scheinbar einfach zu viel zu erzählen). Nach einem vorerst letzten mal leckerem Bekocht-werden bei meiner Vermieterin (mit Weintrauben als Nachspeise, die uns - trotz Weinernte - noch erstaunlich gut schmeckten) ging es dann zusammen mit Oli in unser Stammcafé “Du théâtre” auf einem Pastis und einen Sirup.
Am nächsten Morgen ging es dann mit frischen Knofi-Oliven vom Markt und Baguette unterm Arm weiter ans Mittelmeer zu unserer Lieblingsdestination Hyeres. Dort begrüßte uns bereits herrlicher Sonnenschein, sodass wir uns noch einen richtig schönen Strandtag machen konnten (der zugegebenermaßen durch den Wind schon ein bisschen kühl war). Für die Nacht schlugen wir wieder unsere provisorische Schlafstätte im Auto auf, da Gewitter angesagt war und wir für den kommenden Tag auf eine Couchsurfing-Bleibe in Toulon hofften. Die Nacht im mit Bodybord, Handtüchern und T-shirts verhängten Auto gestaltete sich - nach leckerem Salat mit französischem Dressing - bequemer als gedacht, auch wenn das aufs Klo gehen bei Dauerregen doch ein gewisses Problem darstellte (vor allem, weil ich meinen Regenschirm nicht finden kann).

gemütliche Schlafstätte =)
Für die kommenden zwei Nächte haben wir uns dann wieder für unseren beliebten Campeole-Campingplatz (= Camping-Kette, in der wir schon am Genfer See und in Biscarrosse waren) entschieden.Angesichts der Wetterberichtvorhersage mit Gewitter und Dauerregen (das sich glücklicherweise nicht ganz bewahrheitet hat) entschieden wir uns dieses mal für die absolute Luxuscamping-Klasse (zumindest für uns): Statt einem kleinen, nicht ganz so wasserdichtem Drei-Mann-Zelt bezogen wir ein “Bengali”. Das ist ein 16 m2 - Zelt mit festem Boden unter den Füßen, Bett, Licht, Strom, voll eingerichteter Küche (mit Gaskochstelle, an der das Nudelwasser nicht über eine Stunde braucht, bis es kocht, und einer kleinen Holzterrasse). Diesen Luxus konnten wir uns allerdings auch nur dank der vergünstigten Nachsaison-Preise leisten. In den kommenden Tagen wird das Wetter hoffentlich, wie vorher gesagt, wieder sonniger, trockener und wärmer, sodass wir noch einmal unser Zelt und die Badeklamotten zum Einsatz bringen können.

Am Strand von Hyeres...
Bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg Richtung Heimat machen, stehen noch Zwischenstopps in Antibes und Monaco in Frankreich und Como in Italien (auf eine Pizza
an.
Mh, ich muß sehen daß ich eine Ausrede finde, diese Küstenstraße auch einmal zu besichtigen *g* …!
Jedenfalls schreibt Ihr interessante Berichte - auch wenn zu Hause ein bisschen Fernweh aufkommt. Aber das nehmt Ihr sicherlich billigend in Kauf?
Viel Spaß weiterhin, wir warten mit Spannung auf den nächsten Bericht!
lg