Découverte Orange

Manus Entdeckungstour in Frankreich

Fête de la Véraison

August11

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Gestern Abend ging es dann für die (junge) Office-Crew in das bekannte Weinanbaugebiet Chateauneuf-du-Pâpe, das nur etwa 10 km von Orange entfernt liegt.. diesmal hatte ich auch das Glück, dass ich die doch recht bergige Strecke nicht bei der größten Mittagshitze und nicht mit dem Rad (ohne Luft und dem Sattel auf halber Höhe) bewältigen musste.

Nachdem wir - zumindest manche unter uns - ja tagsüber noch fleißig am arbeiten waren, ging es dann auch erst relativ spät zur “Fête de la Véraison” - einem mittelalterlichen Weinfest…oder wie Maxi es so schön ausgedrückt hat : die französische Variante des Flatrate-Saufens…denn neben wunderschönen Prinzessinen und Ritterkostümen (ich erinnere mich mit Schrecken an das Mittelalterfest in Orange vor ein paar Wochen;), nicht ganz so lecker ausschauenden mittelalterlichen Speisen, lecker ausschauenden Crèpes, liegt der Hauptsinn des Festes wohl eindeutig in der Wein-Verköstigung. So kauft man sich normalerweise am Anfang ein leeren Glas und kann dann sich dann von Winzer zu Winzer kosten..bei uns war das natürlich alles etwas anders.. Wir kommen an: Die Stände sind schon teilweise am abbauen, die, die noch offen haben, haben keine Gläser mehr.. dann finden wir ein leeres Glas und nehmen es für alle Fälle mal mit und auf gehts..wir haben dann auch auf Anhieb einen der wohl exklusiveren Winzer gefunden und seinen Weinkeller gestürmt.. statt der Kostprobe bekamen wir (5 Studenten on tour) erst einmal die Preisliste zu sehen, die uns dann auch sehr schnell zu verstehen gab, dass es wohl eher nicht unsere Preislage war (die Flaschen fingen so um die 80 Euro an) - der Winzer sah uns wohl auch nicht unbedingt als potenzielle Kundschaft.. so ging es dann auch wieder ohne einen Tropfen auf der Zunge raus…ein bisschen weintesten konnten wir dann aber schließlich doch noch, bevor es dann zum “großen Finale” ins Stadium ging.. ein schöner deutsch(Oli, Sinan, ich)- französisch(Jessica, Cecile, Freunde von Cecile)-englischer(alle;) ) Abend :)

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Frankreich oder doch Kuba ?!?

August9

Gestern war es endlich soweit.. während im fernen Weiden bei allerlei Grill (- und Alkolhol)Spezialitäten Maxis Geburtstag gefeiert wurde, wurde es hier in Orange auch noch abends richtig heiss.

08.08.09 - Der Buena Vista Social Club live im antiken Theater in Orange - und ich, neben den knapp 7000 anderen Zuschauern, mitten drin.

Nach der Akrobatik-Rock n’ Roll - Salsa - Tanzeinlage der Tanzschule aus Orange und der Latin-Rock-Band Lokito aus Avignon, ging es nach etwa 45minütiger Aufbauphase endlich los…aber sollte ja alles perfekt sein - und das war es dann auch.

Bei angenehmen Temperaturen (ohne Mistral ;) fühlte man sich schon fast wie auf Kuba selbst…Der Buena Vista Social Club hatte einfach den Rhythmus im Blut. Grosses Plus war auch die Tänzerin auf der Bühne, die tatsächlich super singen konnte.  Die heissen Latino-Rhytmen, die Aura des antiken Theaters, das perfekte Wetter (nachdem die Woche zuvor schon ein Gewitter für diesen Samstag angesagt war) und die nette Begleitung von gleich zwei Männern (Oli und seinem Besucher Simon) liessen es zu einem unvergesslichen Erlebnis werden….

Nur dass ich den Salsatänzern vor der Bühne nur von der Sitztribüne aus zuschauen konnte, war etwas schade… Maxi und ich hab doch extra über Jahre hinweg Tanzstunden bei El-Que genommen ;) Aber es wird sich hoffentlich mal wieder eine Gelegenheit für ein Tänzchen zu Buschtrommeln; Trompete, komischer kleiner Gitarre, von der ich den Namen nicht weiss, zwei aussergewöhnlich tollen Stimmen, … spätenstens beim nächsten Buena Vista Social Club- Konzert (dann mit Maxi und mit Tanz ;)

Neuigkeiten aus Frankreich

August7

Nachdem schon einige Beschwerden bezüglich fehlender Blogeinträge in den letzten Tagen (und Wochen) bei mir eingegangen sind, raff ich mich jetzt also mal auf, ein bisschen über die letzte Zeit hier in Frankreich zu berichten.

Leider ist die Internet-Situation immer noch denkbar schlecht, weshalb auch meine Motivation zum Blogschreiben doch eher gering ist.. aber jetzt hab ich 4 Monate lang durchgehalten, wär ja auch schade, wenn ich es 2 Wochen vorm Ende vorzeitig beenden würde.

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also, bei uns ist nun endgültig der Sommer eingekehrt.. Sommer heißt bei uns Sonnenschein und Temperaturen eigentlich immer über 30 Grad (heute waren es sogar 37 Grad.. da war ich schon fast froh, arbeiten zu dürfen, auch wenn die Klimaanlage stark zu kämpfen hatte, die Hitze im Zaun zu halten)… aber zum Baden ist das Wetter einfach super. Das hab ich in meinen vorerst letzten freien Tagen auch ausgiebig ausgenutzt. Einen Tag war ich im Schwimmbad in Laudan. Das besondere daran war, dass mich meine Vermieterin dorthin begleitet hat.. sozusagen ein Frauenausflug.. war eigentlich eine ganz lustige Tour.. auch wenn mir während der Autofahrt nicht so geheuer war. (Nicht nur wegen Frau am Steuer, Ungeheuer, sondern alte Frau am Steuer..aber ich schein es überlebt zu haben… und die „Passauer-Umgebungs-Erkundungstour“ mit M&M war dann doch noch schlimmer ;). Auf der Strecke zum Bad hab ich nicht nur viele Weinfelder gesehen (und inmitten der Weinreben mich mit Rückschmerzen, Sonnenbrand und -Stich beim Ernten in Vorfreude auf September), sondern auch nen echt tollen Weiher.. an nen anderen tollen, sonnig, warmen Tag kam ich dann nämlich auf die (dumme) Idee, wie toll es doch wäre, mit dem Rad zu dem Weiher zu fahren.. die Fahrt hat sich dann leider doch etwas in die Länge gezogen – dummerweise waren die Schattenplätze auf der Strecke dorthin auch recht begrenzt, naja, dafür wehte ein angenehmes Lüftchen namens Mistral…hm..dort angekommen, wurde ich dann erstmal von einem großen Warnschild in roter Schrift darauf hingewiesen, dass das Baden hier verboten sei.. Sonnen war nach der Radltour in der prallen Mittagssonneauch nicht mehr so richtig angesagt..naja, aber chillen im Schatten war dann doch ganz schön.. und zum grönenden Abschluss noch Birnen vom Feld neben dem See geerntet..bevor es dann wieder auf die beschwerliche Heimfahrt ging.

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Man sollte meinen, dass ich aus meinen Fehlern lerne und diese Tour nicht noch einmal machen würde, aber genau das Gegenteil war der Fall – das Wetter war einfach zu gut, die Lust auf Erfahrungsbericht schreiben viel zu gering und die damit gewonnene Freizeit zu groß. Aber dass es nicht wieder in Sport (und das bei den Temperaturen) ausartet hab ich mich dazu entschieden, den Weiher in Caderousse anzusteuern. Das ist eigentlich nur 6km von Orange entfernt. Nach Caderousse zu finden war auch noch nicht das Problem – das began erst mit der Suche nach dem Weiher. So bin ich geradelt und geradelt, die beschriebenen 500m kamen mir (wahrscheinlich nicht nur) vor wie ein paar Kilometer ohne ein Ziel in Sicht. Was mach ich also, kehre um, mach die große Tour ums und durchs Dorf, nur um festzustellen, dass ich quasi schon am Weiher war (und nur noch eine Kurve weiterfahren hätte müssen).. fahr also wieder die gleiche Strecke zurück und stell fest, dass der Weiher nicht wirklich schön ist und beschließe daraufhin doch wieder zum anderen Weiher zu fahren. Man sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass an diesem Tag richtig starker Mistral war, der nicht nur dazu führte, dass der Weiher so gut wie ausgestorben war, sondern mir auch die fahrt nicht gerade erleichterte.

(Meine Tour ging dummerweise immer mehr oder weniger an der Rhone entlang). Die letzten Kilometer kämpfte ich dann frontal gegen den Wind an..da hätt ich auch schieben können, langsamer wär ich da auch nicht gewesen…mit den letzten Kräften (und viel fluchen) kam ich aber dann doch noch irgendwann wieder heil in Orange an … eine (nicht mehr ganz so) gesunde Gesichtsfarbe hatte ich nach dem Tag dann auch.. eins ist aber sicher – da werd ich auf jeden Fall nicht mehr mit dem Rad hinfahren – v.a. nicht, wenn Mistral angesagt ist :)

Natürlich habe ich auch noch ein paar kleine Ausflüge gemacht. Die großen Städte hab ich ja alles schon besichtigt, deswegen blieb nur mehr Avignon und Arles übrig. Avignon kenn ich ja mittlerweile schon ganz gut, zumindest die Innenstadt, lieben gelernt hab ich es trotzdem noch nicht..(und werd ich wohl auch nicht so schnell). Da dort aber den ganzen Juli lang ein Festival statt fand, wollte ich es mir natürlich nicht entgehenlassen,wenn schon mal was in der Gegend los ist… und die Fahrt hat sich wirklich gelohnt. Die ganze Stadt war wie verwandelt.. Es gab wohl auch keinen Gartenzaun, der nicht mit geschätzten 100000 Postern zugekleistert war. Gegen Abend hin, präsentierten sich an allen Plätzen und Straßen und einfach überall Künstler, Sänger, Musiker, Zauberer, Comedians, Artisten und was es da sonst noch so alles gibt, um für ihre Abendveranstaltungen zu werben.. das hat eine einzigartige Stimmung gezaubert und die Stadt echt verändert..doch leider ging der letzte Zug zurück nach Orange schon viel zu früh (um halb9) und ich hab nichtwirklich viel vom Festival d’Avignon mitbekommen… aber vielleicht ein Grund nächstes Jahr zurück zu kommen ?!?!

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Gestern war ich dann in Arles. Eine verträumte Kleinstadt – wären da nicht die Massen von Touristen und das, was die dann eben so mit sich bringen: Souvenirstände, Schnellimbiss, Kartenstände,.. davon abgesehen, hat es mir dort aber echt gut gefallen, auch wenn die Arena jetzt nicht so wirklich beeindruckend war.. und wenn man das Theater in Orange kennt, dann versteht man auch nicht, wieso die Leute Eintritt bezahlen, um das antike Theater in Arles zu besichtigen, das man – nebenbei bemerkt – auch schon außerhalb des Zauns sieht. Was allerdings wirklich toll war, waren die vielen, kleinen, stylisch-gemütlichen Cafés..nicht nur das Café la Nuit. Dazu hat mir dann aber doch (mal wieder) der Ratschpartner für einen Kaffeeklatsch gefehlt. (Einen heißen Franzosen aufzureissen hat auch nicht funktioniert, weil wohl mehr Holländer dort waren, wie Arlerianer ?!? Außerdem hätte da wohl jemand was dagegen gehabt ;) Ich hab dann mit der Parkbank und einen guten Buch vorlieb genommen :)

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Mittlerweile sind auch die Chorégies, die Opernfestspiele in Orange, bereits rum und damit auch die größten Touristenströme passé…die habe ich auch so gut es ging mitgenommen…was sie hier alle an den Sänger Roberto Alagna finden, konnte ich allerdings nicht herausfinden.. aber irgendwie scheint man hier auf etwas nennen wir es mal vorsichtig ausgedrückt „schmalzige Typen“ (siehe auch Patrick Fiori) zu stehen..jedem das seine ;) Mein persönliches Highlight des Sommers steht noch bevor: Am Samstag ist es soweit: Der Buena Vista Social Club live im antiken Theater und ich dabei … wobei ich da auch sehr gern im Einöderschen Garten beim Grillen wäre… aber man kann wohl nicht alles haben (das mit dem Stück Torte wird wohl auch eher nichts werden :(

die nächsten 7 Tage ist erstmal arbeiten, arbeiten, arbeiten angesagt, da wird es dann also vermutlich von

meiner Seite wieder ein bisschen ruhiger werden (über die Arbeit gibt es nicht allzu viel interessantes zu erzählen, außer vielleicht, dass es unerträglich ist, wenn den Leuten die Hitze auf die Laune schlägt…). Am übernächsten Wochenende geht es dann nochmal für einen Tag an den Strand, dass ich dann auch eine sommerliche Bräune habe, wenn ich mit Maxi ab Ende August Var und die Côte d’Azur unsicher mache…oder anders ausgedrückt: Wenn wir uns beide, vor der Weinernte Anfang September, nochmal erholen ;) (ja, das kann man auch schon im Voraus machen .. aber keine Angst, danach geht’s natürlich auch nochmal in den Urlaub – irgendwie muss man das verdiente Geld ja wieder los werden ;)

Mein neues Zimmer

Juli19

Auch wenn der Umzug mittlerweile schon eine Zeit lang her ist.. jetzt folgen (endlich) die Fotos dazu…in meinem neuen Zuhause für die verbleibenden 6 Wochen fühle ich mich sehr wohl, denn ich habe nicht nur ein schönes, großes und v.a. sauberes Zimmer, sondern werde auch bestens umsorgt und abends mit typisch provenzalischer Küche verwöhnt… so kann man es aushalten :)

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Nîmes

Juli19

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Da ich ja jetzt schon 3,5 Monate hier in Orange bin und ich schon fleißig Bus und Bahn genutzt habe, um die Gegend zu erkunden, schrumpft auch meine „To-Visit-list“ immer weiter. Diesmal führte sie mich nach Nîmes im Nachbardepartement Gard. Mit dem Auto eine halbe Stunde von Orange – mit dem Zug 1,5 Stunden – entfernt, ideal für einen Tagesausflug. Vom Bahnhof aus führt eine große Allee direkt ins Zentrum, das sich zwar als nicht besonders groß, aber dafür umso verwirrender mit all seinen kleinen Gässchen zeigt. Statt dem Tourismusbüro und einem Stadtplan, fand ich erst einmal viele kleine tolle Geschäfte, die zum Schlussverkauf-Shopping eingeladen haben. So verging der Mittag auch ganz rasch und eine Pause war dringend notwendig. Die verbrachte ich dann – nach relativ mühsamen Aufstieg – im Parc de la Fontaine, direkt neben der Tour Magne (der Turm nicht wirklich so groß ist, wie man sich ihn vorstellt, wenn man Fotos davon sieht ;) . Mit Sandwich bzw. später einem guten Schmöcker in der Hand und den zirpenden Cigallen im Ohr ließ es sich dort auch sehr gut aushalten. Nachdem ich mich dann ausreichend erholt hatte, sollte das Kulturprogramm folgen.

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Ganz oben stand auf der Liste natürlich die Arena, die ich dann mit einem Audio-Guide (wahnsinnig angesagt zur Zeit, die Dinger ;) besichtigte.

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Das Maison Carré war mir dagegen nur ein Foto von außen wert, da es erstens halb verhüllt war und zweitens es innen nur einen 3D-Film zu sehen gab … und diese komische Brille funktioniert bei mir ja eh nicht. Die gesparte Zeit verbrachte ich dann noch einmal sinnvoll beim (leider erfolglosen) Schuheshoppen, bevor ich dann auch schon wieder im Zug Richtung Orange saß. Fazit: Nîmes ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Schöne Innenstadt, voll mit kleinen Gässchen & Geschäften und Plätzen & Cafés, gemischt mit Sehenswürdigkeiten (Arena, Maison Carré, Tour Magne,..) und Entspannung im Park.

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Châteauneuf-du-Pape - einmal & nie wieder

Juli19

Da ich von meiner Vermieterin vor kurzen ein Rad geliehen bekommen habe, war ich natürlich hochmotiviert, damit auch eine kleine Tour zu machen… bei heißen 35 Grad bot es sich natürlich an, ein Schwimmbad oder ähnliches aufzusuchen… und wo erkundigt man sich, wenn man sich in der Gegend nicht allzu gut auskennt – genau, im Tourismusbüro. Deren Tipp bin ich dann auch gefolgt. So führte mich meine Tour nach Châteauneuf-du-pape. Die ersten paar 100m gingen noch sehr problemlos, das sollte sich jedoch sehr schnell ändern. Als erstes ließ mich der Sattel im Stich und rutschte immer tiefer und tiefer, so dass ich mir bald vorkam wie auf einem Liegerad..aber umkehren wollte ich dann auch nicht, denn sind ja „nur“ 10km dorthin und es lohnt sich ja dann auch (tolles Schwimmbad mit vielen Bäumen und Kräutern und überhaupt.. super ;) …doch leider wollten die Berge und die Hitze kein Ende nehmen.. das einzige, was allmählich weniger wurde, war die Luft in meinem Reifen. Irgendwann bin ich dann doch tatsächlich in Châteauneuf angekommen, jedoch erstmal am Schwimmbad vorbeigeradelt – das hieß, dass ich den halben Berg wieder hochradeln musste…dann fällt mein Blick auf das heiß ersehnte Schwimmbad – doch leider ist rein gar nichts von der beschriebenen Idylle zu sehen, aber unverrichteter Dinge wollte ich dann natürlich auch nicht wieder zurückfahren. So bezahlte ich dann den Touri-Wucher-Eintritt von über 5 Euro für ein (altes, kleines) Schwimmerbecken, das zum Plantschbecken umfunktioniert war und das Bahnenschwimmen dank Arsch-Bomben-Meisterschaften nicht ermöglichte. Auch die Liegeflächen waren eher nur begrenzt vorhanden – so waren die Schattenplätze auch heißbegehrt und das ganze kam den eingelegten Fischen in Dosen schon sehr nahe (bis auf die Marinade ;) … Fazit: Ein Erlebnis wars, aber eins, das es nicht noch ein zweites mal geben wird ;)

La Traviata - on air ;)

Juli19

Nachdem ich auf der Generalprobe der Traviata – trotz eigentlich gutem Sitzplatz – leider gar nicht die Gesichter der Operndarsteller sehen konnte und der Klang auch eher nur schwach zu uns in den oberen Sitzreihen fand, wollte ich das ganze Spektakel noch einmal vor dem heimischen Fernseher betrachten. Auch wenn natürlich die Atmosphäre des Theaters bzw. des Live-Erlebnisses fehlte, konnte es mich so fesseln, dass ich die Ausstrahlung bis zum Schluss (so um halb 1) anschaute..jetzt bin ich schon fast zu einem kleinen Opernfan geworden – da muss ich mir wohl fast noch einmal überlegen, ob ich nächstes Jahr nicht wieder hierher komme – dann aber zur Premiere :)

La Traviata - ich war dabei ;)

Juli10

choregies

Gestern war nun der (erste) große Tag, auf den alle “orangeois” seit Wochen hinfieberten - der Beginn der Choregies. Gestern hatten wir Praktikanten die Chance und das Glück, dass wir auf die Generalprobe der Oper “La Traviata” gehen durften. Bei beinahe “ausverkauftem” (die Karten waren nicht zu kaufen ;) Theater kam schon richtig Atmosphäre auf - verstärkt wurde das Gefühl dann auch noch durch die Knie des Hintermanns in seinem Rücken ;) 

Mein erstes Mal bei einer Oper hat mir echt super gefallen.. war schon etwas besonderes, auf jeden Fall ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird. Wäre der kalte Mistral in Kombination mit leichter Sommerkleidung (und kurz-ärmeligen Hemd, gell Oli ;) nicht gewesen, hätte man den 3ten Akt vll. noch ein klein wenig mehr genießen können… aber für was hat man den die lieben Kollegen, die einem ne Decke leihen … danke, Jessica :)

Die eigentlichen Choregies beginnen dann morgen.. bin ja schon mal gespannt auf die Tourianstürme.. v.a. am Sonntag nach den Choregies, wenn alle Geschäfte in Orange geschlossen sind und die Leute nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen… aber man wird sehen. Fürs erste freu ich mich erst einmal, dass jetzt allmählich, aber sicher in Orange mehr los ist… zusammen mit mittlerweile doch größtenteils ausreichenden Französischkenntnissen macht das dann doch ziemlich Spaß.

Heimatbesuch ;)

Juli10

PassauEigentlich hab ich mir hier in meiner neuen Bleibe auch noch nicht so richtig eingelebt, da ich auch erst 2-3 Nächte hier geschlafen habe. Letzte Woche war ich nämlich auf Heimatbesuch in Passau. Los ging es mit dem TGV nach Lyon, von dort mit dem (wohl kleinsten) Flugzeug (, das ich je gesehen hab..) nach München. Dort wurde ich dann von meinem Papa mit gekühlten Getränken, Schwarzbrot und einem leckeren Eisbecher in Freising empfangen, bevor ich dann vor dem drohenden Gewitter Richtung Passau geflüchtet bin… das Gewitter hat mich dann allerdings trotzdem noch eingeholt. Aber ich bin ja auch nicht wegen dem tollen Wetter nach Passau gekommen – deutsches Wetter kann schon auch mal ganz angenehm sein nach der Hitze hier :)

Die Zeit daheim verbrachte ich hauptsächlich sehr gechillt mit einem Besuch im Hallenbad (das mit unserem eigentlich Plan – dem Freibad – wurde leider nichts), Rutschen-Contest-Trainingssession, einem langen Spaziergang am Inn (bis zum Wehr und zurück ;), endlich mal den Schtis-Film guggen (ganz konnte ich scheinbar doch nicht von Frankreich loslassen), einem Besuch des Bigband-Konzerts und das, was man als Student eben so macht…Mensen, in die Cafété gehen und Kaffee schlüfen, Freunde treffen (bei leckerem Eiskaffee im aran ;) und natürlich Nudeln kochen/essen. Auch lang gepflegte Traditionen wie das obligatorische nachbarliche Galettes/Crepes-Essen (bis zum bitteren Ende … 5,5 Galettes sind eindeutig zu viel !!!) und natürlich das „Café-International“-Spiel durften auf dem Besuchsprogramm nicht fehlen.

Leider verging die Zeit in der Heimat natürlich viiiel zu schnell…(was, das soll schon ne ganze Woche gewesen sein ?!? Nicht möglich).. und so hieß es auch schon wieder am Mittwoch von Passau, Mensa, Brezen und Vollkornbrot, Regenwetter, Freunden, Gesprächen auf deutsch/bayerisch und leider auch von Maxi Abschied zu nehmen. Die Woche war definitiv zu kurz…. nächstes Semester werde ich wohl 5 Monate Passau und 1 Woche Frankreich einplanen ;) 

Naja, jetzt wird es wohl erst einmal wieder eine gewisse Zeit lang dauern, bis ich mich hier im Süden wieder eingelebt hab.. der Abschied war echt nicht leicht, vor allem weil mir jetzt noch fast 2 Monate hier in Orange bevorstehen. Andererseits ist ja jetzt die Hochsaison, in der auch in Orange mehr los ist. Erst die Theater-Tage und dann an Maxis Geburtstag der Buena Vista Social Club live im Antiken Theater.. da hat man auf jeden Fall etwas, worauf man sich freuen kann.. auch wenn die Freude auf Ende August überwiegt: da kommt nämlich Maxi und holt mich für unseren Sommer-Frankreich-Tour-Urlaub ab :)

So, jetzt muss ich aber mal wieder fürs erste Schluss machen, an meiner Sommerbräune arbeiten, Inet-Anschluss suchen, dass ihr das hier auch zu lesen bekommt und im Office vorbeischauen. 

Heute Abend geht es dann auf die Generalprobe von der Oper „la Traviata“.. da bin ich auch schon mal mächtig gespannt drauf.. ich werde berichten… hoffe ich ;)

Wohnungswechsel

Juli10

Als erstes möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet hab „bei euch“… ich hab allerdings auch eine gute Ausrede dafür.. es ist die letzten Tage und Wochen einfach zu viel los gewesen, dass ich weder die Zeit noch die Nerven dazu hatte, über alles zu berichten … ach ja, .. Internet hatte/ habe ich auch nicht (mehr)…aber fangen wir mal von vorne an.

umzug

Nachdem ich die letzten drei Monate doch im großen und ganzen sehr glücklich in der Villa Aurenjo verbracht habe, musste ich dann Ende Juni mein Zimmer dort (und den Pool) verlassen und den (besser zahlenden) Touristen das Zimmer überlassen. Ich wurde dann – nachdem ich 3 Stunden auf gepackten Koffern in meinem  „noch-Zimmer“ gesessen bin, dann doch irgendwann noch abgeholt und in ein anderes Appartement am Ende der Stadt – um nicht mitten in die Pampa zu sagen – verfrachtet. Das „neue Appartement“ war erstaunlicherweise wirklich so groß wie ein Palast, wie es mir im Vorfeld versprochen wurde – zumindest wenn man seine kleine Studentenwohnung gewohnt ist, doch das mit dem 1km ins Zentrum war dann doch etwas zu „positiv“ gesprochen… und nachdem ich dort 2 Nächte in der Einsamkeit (ohne Fernseher, Inet oder anderen Leuten) umgeben von nichts als Getreide- und Weinfeldern überstanden hatte, stand für mich schon sehr schnell fest, dass ich dort nicht bleiben möchte und kann…

Dummerweise hat jedoch gerade die Hochsaison angefangen, was die Wohnungssuche natürlich nicht gerade erleichterte. Dank der Hilfe meiner Arbeitskollegen, vielen Telefonaten und einem (v.a. für mich aufregenden) Sonntagnachmittag im Zeichen der Wohnungssuche bin ich dann doch am Montag noch fündig geworden. Statt zu arbeiten hab ich den Montag also damit verbracht, meine Sachen wieder zusammen zu packen, das alte Appartement zu verlassen, das neue zu besichtigen (meine Entscheidung stand aber schon sehr schnell fest – hauptsache weg von dem Appartement und meiner alten Vermieterin…) und schließlich noch am selben Tag einzuziehen. Ich wohne jetzt bei einer älteren Frau, die mich sehr herzlich empfangen hat und ein sehr angenehmer Zeitgenosse ist. Zum Glück verstehe ich mittlerweile auch den provenzalischen Dialekt besser – das macht die Unterhaltungen schon einfacher ;) Hier habe ich ein schönes, großes Zimmer, sogar mit Balkon und einem echt großen Garten, auf den ich schon morgens nach dem Aufwachen runterschauen kann. Leider hatte ich allerdings noch keine Zeit ihn auch mal genauer zu begutachten und auf seine Chill-und-Lese-Tauglichkeit zu testen – kommt aber sicher noch ;) Vor allem dann, wenn man es im Zimmer eh nicht mehr aushalten kann, weil es dort schon mal bis zu 28 Grad haben kann (trotz Klimaanlage !!!). Wenn ich Heimweh bekomme, dann kann ich zwar leider nicht chatten oder im Inet surfen (das fehlt mir jetzt schon :(  , aber immerhin kann ich so gut wie jeden deutschen Fernsehsender guggen.. das ist ja auch schon mal nicht schlecht, wenn man vom französisch genug hat (was nach einem 9-Stunden-Arbeitstag bis 18.30 Uhr ja schon durchaus mal vorkommen kann ;)

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